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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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36Knoten gewaltsam zu zerhauen, und in diesem Sinne traf erfeine Anordnungen.Am 1. August Abends rückte die Armee abermals aus demLager, aber diesmal mit vollständigem Aufbruch, und marschirtein drei Colonnen links ab. Der Marsch wurde unmittelbar ander Maas in der Richtung auf Kaldenkirchen eingeschlagen, umdie feindlichen Spione über die eigentliche Absicht zu täuschenund sie glauben zu machen, es handle sich um den Rückmarschnach dem Rheine. Nachdem die Schwalm überschritten war, er-hielten jedoch die Colonnenspitzen den Befehl, sich rechts zu wenden und über Brüggen in der Richtung auf Waldniel und Dülkenzu gehen. Der Erbprinz führte die rechte Flügelcolonne zunächstder Schwalm, welche zugleich als Avantgarde diente. Er hatteWaldniel noch nicht erreicht, als er am 2. August früh Morgensmit dem Feinde zusammenstieß. Ein französisches Detachementvon 500 bis 600 Mann Grenadiers de France nebst Dra-gonern und Husaren unter General Chabot war es, welches hierdem Erbprinzen den Weg verlegte. Dieser griff sogleich an undChabot mußte weichen, jeden Schritt des Terrains hartnäckigvertheidigend.Es war dies in der That die Flankendeckung der französischenArmee gewesen, denn auch Contades hatte sich am 1. Augustin Marsch gesetzt, um von Dahlen nach Dülken vorzugehen. Erwar mit der Spitze in der Nähe von Hardt angekommen, alsdas Gefecht in der linken Flanke ihn zum Stillstehen veranlaßte.Der unglückliche Verlauf desselben bewog ihn umzukehren undbis Dahlen zurückzugehen, denn in diesem Punkte folgte er derStrategie seines Vorgängers: er wich der Schlacht aus, vielleichtin noch zu frischer Erinnerung an Crefeld. Auch Ferdinandmachte Halt, da er einen Hinterhalt befürchtete, und wollte zu-nächst Gewißheit über die Stellung des Feindes haben. Dieserließ sich jedoch nicht blicken, und alle auf Kundschaft ausgesendetePatrouillen kehrten unverrichteter Sache zurück, da sie überallauf stärkere feindliche Pikets stießen, welche jedes nähere Heran-kommen verhinderten. Der ganze Tag verlief mit Manövrirenum den Feind hervorzulocken, aber vergebens, er kam nicht zumVorschein, so daß der Herzog gegen Abend ein Lager zwischenWaldniel und Dülken beziehen ließ.