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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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27Nachricht, daß im französischen Lager große Bewegung herrscheund Vorbereitungen zum Aufbruch getroffen zu werden schienen:auch höre man von einem zum 20. Juli beabsichtigten Angriffesprechen. Die Wahrscheinlichkeit dieser Nachricht erhielt noch eineBestätigung durch die emsigen Arbeiten zur Instandsetzung derBrücken über die Erft bei Grevenbroich, unter dem Schutze desdort stehenden starken französischen Detachements, welche manwährend der Nacht gewahrte. Die Combination dieser Nachrichtenveranlaßte den Herzog Ferdinand zu einer Veränderung seinerStellung, um den Feind, dessen Uebergang bei Grevenbroich undWevelinghoven vermuthet wurde, während des Ueberganges undbei dem Marsche gegen die auf dem linken Ufer gelegenen Höhensogleich scharf anfassen zu können, ehe dieser mit seiner ganzenStärke den Fluß überschritten hätte,In der Nacht vom 18. zum 19. Juli setzte sich deshalb dieganze Armee der Verbündeten vorwärts in Bewegung. Um inmöglichster Stärke auftreten zu können, sollte der General vonWangenheim mit der bei Gnadenthal stehenden Abtheilung demVormarsche als drittes Treffen folgen. Damit jedoch der Uebergang bei Gnadenthal gedeckt bleibe, wurden 2 Bataillone (Wan-genheim und Scheiter) von der Düsseldorfer Garnison herange-zogen, während das Bataillon Bückeburg dort verblieb. Mit4 Bataillonen und 8 Escadrons schloß sich demnach GeneralWangenheim der Bewegung an.Am 19. Juli, früh um 7 Uhr, stand schon der Prinz vonHolstein mit den 15 preußischen Escadrons auf den Höhen zwischendem Hahner=Hofe, an der Straße nach Jüchen, und Orken. Mankann von diesen Höhen aus das ganze Terrain jenseits desFlusses übersehen. Aus dem Flußthale führen nur lange undtiefe Hohlwege, in der OrtsspracheHüllen genannt, hinauf.Die Husaren patrouillirten bis an die Erft und plänkerten dortmit den Vortruppen der feindlichen Abtheilung in Grevenbroich.Der Herzog folgte mit dem Gros bis Hemmerden und Bedburdyck,wo er aufmarschiren ließ. Als jedoch auf der feindlichen Seitealles ruhig blieb, befahl er, in dieser Stellung das Lager abzu-stecken und zu beziehen.Der rechte Flügel des Lagers wurde an den Bach gelehnt,welcher von Jüchen kommend über Bedburdyck, Aldenhoven,Glehn und Kleinenbroich zur Niers fließt; der linke Flügel, demsich der General von Wangenheim anschloß, zog sich auf den