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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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Nördlich von Cöln, gleichsam unter den Mauern dieser altenehrwürdigen deutschen freien Reichsstadt, rückte das französischeHeer in's Lager. Der rechte Flügel lehnte sich bei dem DorfeNiel an den Rhein, der linke Flügel erstreckte sich bis zur Straßenach Jülich, bei Müngersdorf; Graf Clermont nahm seinHaupt=Quartier in Nippes. Trotz der Proteste des Rathes vonCöln wurde die ganze Bagage mit 3000 Pferden in die Stadtgelegt, Kranke und Verwundete aber den Stiftern und Klösternzur Pflege und Heilung zugewiesen. Ueber diesen Aufenthaltder Franzosen im Lager vor Cöln, haben uns die Gesta Trevirorumu. A. folgendes Factum aufbewahrt:Die Armee campirte indessen in einem Distrikt von zweiStunden um Cöln. Die lieben Früchte, sowohl zeitige als un-zeitige, wurden von den Pferdten zertreten, theils fouragirt unddas Gemüs in den Gärten fast ganz aufgezehrt, wobei wasNärrisches sich zugetragen: bekannt ist, daß die Frantzosen gernetwas Gemüs in die Soupe haben; dahero einige frische Tabaks-blätter, da sie vielleicht das Kraut nicht gekannt, in die Soupegekocht, wodurch sie sehr krank wurden.Schon unter dem 28. Juni schickte Graf Clermont einensehr kleinlauten Bericht über seine prekäre Lage nach Versailles,worin er die Gefahr, in welcher die Festungen Düsseldorf, Jülichund Wesel schwebten, scharf betonte. Auch soll er schon denBefehl zur Fortsetzung des Rückzuges nach Coblenz gegeben habenals er vom Hofe die gemessene Weisung erhielt, bei Cöln unter-allen Verhältnissen stehen zu bleiben. Niemand war darübermehr erfreut als der Kurfürst von Cöln, der in seiner ResidenzBonn sich sehr unheimlich zu fühlen begann, da auch schon aufdem linken Rheinufer Streifparteien der Verbündeten sich inBeuel, Heisterbach und Marienforst gezeigt und dort stark gebrannt-schatzt hatten. Er hatte schon Alles vorbereitet um mit seinemganzen Hofhalt und der Garnison von Bonn nach dem Ehren-breitstein abzuziehen, wo ihm der Kurfürst von Trier eine sichereZuflucht angeboten.Wohl hatte Herzog Ferdinand bei Crefeld gesiegt undden Feind zum Rückzuge genöthigt, aber noch lange nicht wardas Ziel erreicht, welches er sich bei dem Beginnen des Feldzugesgesteckt hatte: die Franzosen ganz und gar vom deutschen Bodenzu vertreiben und den Krieg in Feindesland, in die Oesterreichischen