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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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136Schall in das Schlafgemach, so stehen sie mit dem Zei-chen des Kreuzes auf und folgen hintereinander, denKopf mit der Kapuze bedeckt und die Hände in denAermeln der Kutte verborgen, in das Oratorium, wodas Offizium gesungen wird.Bei Tagesanbruch, nach Abhaltung des Kapitels undder Selbstanklage, gingen die Mönche mit dem Spatenund der Hacke auf das Feld, um den Boden für dieMenschen zu cultiviren und der unergiebigsten Scholleden Tribut abzufordern. In Gebet, Arbeit und Betrach-tung verging der Rest des Tages. Eines Sonntags,nachdem bei der Communion der Laienbruder sich alleden Friedenskuß gereicht hatten, fühlte Eberhard seinenKörper von einer außerordentlichen Schwäche überfallen,und während die Communicanten mit dem goldenenRöhrchen das heilige Blut aus dem Kelche tranken, sanker wie leblos zurück in seinen Chorstuhl.Sein Bruder, welcher den Stuhl neben ihm ein-nahm, sah ihn hinsinken und geleitete ihn auf einenWink des Abtes in das Kloster zurück, wo er in dasKrankenzimmer gebracht wurde.Der Abt bot ihm ein weicheres Lager, WeißbrodWein und Fleisch an, wie es in solchen Fällen die Regelerlaubte, aber Eberhard konnte zum Genusse dieser Er-