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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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30Adern der Märker, und es bedurfte eines starken Armesder sie niederhielt.Das Land aber bildete noch kein abgerundetesGanze, vielmehr lagen Grafschaften fremder Gebieter da-zwischen. So war in der nächsten Nachbarschaft der BurgBerge Odenthal ein Freigut. Auch die Grafschaftenund Herrschaften Elberfeld, Schwelm, UrbachHeldorp, Hilden, Blankenberg u. a. m. gehörtennicht zu Berge, aber die Grafen wußten es im Laufe derJahrhunderte dahin zu bringen, daß alle dieſe Güter anihr Haus fielen, bis sie endlich ein abgerundetes Reichbesaßen, in dessen Grenzen nur ihr Schwerdt das Rechtsprach. Diese Vergrößerung ging um so rascher vorsich, als später eine Reihe von bergischen Grafen aufden Erzbischofsstuhl zu Cöln gelangten, wozu unserBruno, der schon nach kurzer Zeit Probst zu St. Gereonwurde, wo wir ihn verließen, als die Thüre des Klosterssich hinter ihm schloß, den Anfang machte.Eines Tages, es war im Jahre des Herrn 1125,blätterte Eberhard in seinen dicken Folianten, als derThurmwart dreimal ins Horn stieß. Er stand von seinenBüchern auf und schaute in's Thal hinab. Da sah erzwei Reiter auf dem Wege dahersprengen; die Waffen-rüstung des einen glänzte wie pures Gold im Strahle