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1 (1860) Aeltere Nachrichten bis zur französischen Occupation : mit einer Karte von Fischeln zum Jahre 1594
Entstehung
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Die Kirche zu Fischeln.Unter Pipin von Heristall, dem Majordomus von Austrasienund dessen Gemahlin Plectrudis (690), von denen das Christen-thum begünstigt wurde, konnte dieses in unserer Gegend allgemeineVerbreitung finden, besonders durch die Bemühungen des h. Suit-bertus (+ 717 zu Kaiserswerth), dessen apostolisches Wirken Un-zählige dem Christenthume zuführte. Auch der h. Willibrord (Cle-mens) erwarb sich große Verdienste um die Ausbreitung der LehreChristi am Niederrheine.Der Umstand, daß der h. Pabst Clemens als Patron der hie-sigen Kirche gilt, läßt auf ein hohes Alter dieser Kirche schließen.Diese Ansicht wird ausgesprochen bei Binterim und Mooren (Diealte und neue Erzdiözese Köln, I. S. 25.), dort heißt es: „Be-merkenswerth ist, daß so viele Kirchen am Rheine den h. Clemenezum Patron haben. Den h. Willibrord, der hier am Rheine predigte,hatte der Pabst—Clemens genannt. Da er Bischof war, ist auchwohl manche Kirche von ihm eingeweiht worden, und soll er dabeidie Ehre seines Namenspatrons nicht beachtet haben?“ Hiernachkönnte man der Vermuthung Raum geben, die hiesige Kirche seivom h. Willibrord zur Ehre seines Namenspatrons Clemens ein-geweiht worden. In einem Verzeichnisse der alten Pfarrkirchen derErzdiözese Köln aus dem Anfange des 14. Jahrhunderts, vonwelchen es annehmbar ist, daß sie zu Karls des Großen Zeitenschon bestanden, wird auch Vischele angeführt!). Wann Fischelnsich zur Pfarre gestaltete und ob diese immer den nämlichen Um-fang hatte, ist schwerlich zu bestimmen. Gemäß einer Sage ge-hörte ehedem der Sterken Hof an der Haide, die Höfe Schöntgesund Neeten zum Pfarrverbande der (Peters=) Kirche zu Kempen.Der jetzige Pfarrbezirk fällt mit dem Gemeindebezirk genau zusammen1) Binterim u. Mooren. I. 206.