Die Höfe und Güter zu Fischeln nach Alter,Qualität, Umfang und Besitzern.Schon die Menapier, welche vor Christi Geburt unsere nieder-rheinische Gegend bewohnten, trieben Ackerbau; dies berechtigt zuder Annahme, daß schon damals die Fluren stellenweise getheiltund Gehöfte vorhanden waren. Zwar war dem Lande durch Jagdund Viehzucht leichter Nahrung abzugewinnen, als durch Ackerbauindessen trieben diesen ohne Zweifel alle germanische Völkerschaften,nur freilich nicht als Hauptbeschäftigung 1)Das Entstehen der ältesten Höfe und Güter hängt mit derTheilung und Cultivirung des Bodens auf's Innigste zusammen,sodaß das Eine ohne das Andere kaum denkbar ist. Wenn nundie Theilung der Fluren etwas Uranfängliches ist, sodaß sie als dasälteste historische Denkmal betrachtet werden muß?), so dürfte alsoauch das Alter der ersten Höfe in die graueste Vergangenheithinaufreichen.Die Namen der ältesten Höfe sind vielleicht als die ursprüng-lichen auf uns gekommen; denn die Benennungen der Höfe: BrockerPescher, Buscher, up dem Veld, up dem Raed deuten hin auf„Niederlassungen am Bruche, am Pesche (Gehölz) und BuscheAls die ältesten der hiesigerAnlegung eines Feldes, einer Rodung.Güter sind vorzugsweise zu betrachten diejenigen, deren Grundstückeeine zusammenhängende Fläche bilden.Die zahlreichen Niederlassungen waren größtentheils kleine Güter.Indem hier ihre Qualität als Lehngüter gezeigt wird, geben wirzugleich eine Uebersicht ihres ehemaligen und jetzigen Umfanges1) Eichhorn, Deutsche Staats= und Rechtsgeschichte. Th. I. S. 37.2) Landau, Die Territorien in Bezug auf ihre Bildung und Entwickelung. Ham-burg u. Gotha. 1851. S. 37.
Druckschrift
1 (1860) Aeltere Nachrichten bis zur französischen Occupation : mit einer Karte von Fischeln zum Jahre 1594
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