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2 (1890)
Entstehung
Seite
73
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Erstes Kapitel. Statistik.

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die grösste Zahl sich wie in Deutschland bei den Landleuten,uud zwar hei heiden Geschlechtern findet. (S. Tab. 7.)

Geringer ist das Verhältniss bei Personen der dienendenKlasse und solchen mit unsicherer Lohnarbeit. In den Zucht-häusern ist diese Kategorie überdies weit weniger vertreten;ebenso die der Beamten u. s. w., während die Zahl beiderKlassen von Handwerkern (1. Schneider, Weber, Schuhmacheru. dgl. m., 2. Schmiede, Tischler, Maurer u. s. w.) weit

Tabelle 7.

Gerichtsgefängnisse

TV1 .Inner

.SN

Zuchthäuser

» S

Landleute.............................

Kaufleute.............................

Handarbeiter mit sitzender Lebensweise ..Handarbeiter in. nicht sitzender Lebensw.

Künstler, Studenten, Geistliche..........

Beamte, Agenten, Wächter.............

Bediente, Gewerbe im Umherziehen.....

Militär und Marine....................

Rentenbesitzer ohne Gewerbe...........

Arbeitsscheue Bettler, Dirnen...........

299

10178

1403823

150231411

341 25115J 4

88160

43

26171

26

16

13

352

56

112

2828

212

11299

324

10586

1424023

165232218

398

70

115

153

13

6

95

13

14

grösser ist. Die Zahl der Landbautreibenden irren Verbrecherist ,im Verhältniss zu der Verbrecherwelt überhaupt nur umweniges schwächer als diese (520: 1000). Die Gewerbe, diesitzend betrieben werden, liefern den Gefängnissen einegeringere Zahl irrer Männer, als die Gewerbe bei nichtsitzender Lebensweise. Das Gegentheil findet bei den Frauenstatt, sicherlich wohl aus dem Grunde, weil Letztere auchunter der normalen Bevölkerung sich in geringem Grade andiesen Gewerben betheiligen. Die sehr hohen Zahlen derirren Verbrecherinnen unter denen, die kein, oder kein an-ständiges Gewerbe betreiben, erklären sich aus den verschie-denen sozialen, ökonomischen und Familienverhältnissen, zudenen die Gesellschaft das weibliche Geschlecht verurtbeilt.