Druckschrift 
2 (1890)
Entstehung
Seite
25
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Erstes Kapitel. Unterscheidungszeichen. 25

Ebenso waren viele Andere Söhne oder Verwandte vonIrren, wie Delitala, Corti, Milani, oder sie litten selbst anHirnkrankheiten und wirklichen Irrsinnszuständen, die zu im-pulsiven Handlungen neigen.

Causserau, ein armer, unwissender Buchdrucker, ver-heirathet und mit Kindern gesegnet, hatte die kostspieligeLeidenschaft für Numismatik ohne die nöthigen Vorkenntnissedazu. Sobald er einen Pfennig besass, gab er ihn für Medaillenhin. Da er in Noth gerieth und seiner Leidenschaft dochnicht widerstehen konnte, entwendete er zuerst 4 his 5, dann.63 Stücke bei demselben Händler, von welchem er früher dieandern gekaufthatte. Verhaftet, gestand er reuevoll sein Vergehen.

Belo erschlug seinen Freund Matt..., um die vermeintlichverletzte Ehre seiner Schwester zu rächen. Er war epileptischund bei Untersuchung mit dem Augenspiegel fand man Kon-gestion der Netzhaut. (Berti.)

Garibaldi tödtete mit Vorbedacht einen seiner Amts-genossen, auf den er eifersüchtig war, und kurz darauf konnteer sich durchaus nicht entsinnen, was er gethan; auch schonöfter hatte er ohne Ursache Schläge ausgetheilt und nachhernichts davon gewusst; er litt an Katalepsie.

Voltolini verwundete und tödtete mit gutem Grundeseine Erau und die Schwestern "Vianelli, aber er 'war schonlange vorher geisteskrank. (Berti, Paszia ed Omicidio 1876.)

Curti hatte an Meningitis traumatica und Hypochondriegelitten und eine seiner Schwestern war geisteskrank.

Bettini tödtete seinen Sohn aus Geiz. Er entstammteeiner pellagrosen Familie und war selbst pellagros.

Milanis Grosseltern waren schlagflüssig und bizarr, einerdavon starb sogar im Blödsinn; er selbst war somnambul, littan Meningitis cerebralis, später an Hallucinationen. SeineLeber war sehr gross. Ellers Kranke (B.) war anämisch,litt an Pellagra, Schlaflosigkeit und Geistesschwäche infolgedes Todes eines Sohnes.

Es giebt in der That Unglückliche, bei denen die Leiden-schaft der Liebe und Eifersucht eine solche Höhe erreicht,dass die Irrenärzte nicht zu ermitteln imstande sind, wo die