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1 (1894)
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242
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242 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.

der Messalina über die Asymmetrie ihres Gesichtes, überihre niedrige Stirn, über ihre enormen Kiefer und abstehendenOhren.

Einwürfe. Das ehrliche Gesicht.Was das Volk davon hält. Allgemeine Schlüsse.

1. Gesichtsausdruck von 818 Unbestraften. Demschweren Einwurf, dass viele jener Merkmale auch bei ehr-lichen Leuten gefunden werden, halte ich die Photographienvon 200 Iombardischen Studenten im Alter von 19 bis 25Jahren und von 100 Leuten aus Piemont entgegen. Manerkennt daraus allerdings, dass dieselben Merkmale bei denEhrlichen wie bei den Verbrechern vorkommen. Aber bei denLetzteren kommt die stark entwickelte Kinnlade, der männlicheGesichtsausdruck bei den Frauen, der tückische Blick, dasHenkelohr, das Schielen, der dichte Haarwuchs, die fliehendeStirn fast um das Fünffache häufiger vor als bei Jenen.

Freilich finden wir bei der zweiten Kategorie (den 100Piemontesen) einige Kennzeichen des Verbrechertypus in etwasgrösserem Verhältniss, so insbesondere die aufgetriebenen Stirn-höhlen, die grossen Jochbeine, die fliehende Stirn, die Gesichts-schiefe. Das ist indes leicht erklärlich aus dem Umstände,dass alle diese Leute in einer Provinz zu Hause sind, wo mitdem gewaltigen Einfluss des Kropfes die Ursache zur De-generation gegeben ist.

Gleichwohl treten auch bei ihnen nicht so viele Kenn-zeichen gleichzeitig auf wie bei den Verbrechern.

Denn dieses Ergebniss habe ich sowohl als auch Ferribei der Vergleichung mit 711 Soldaten erlangt, dass unter denNormalen niemals bei einem und demselben Individuum soviele Kennzeichen des Verbrechertypus gleichzeitig auftreten,und wenn es geschieht, so ist es nur in 2 bis 3% derFall, während bei den Verbrechern der Procentsatz 23 bis 27beträgt.