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1 (1894)
Entstehung
Seite
236
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236 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.

Bei allen diesen Leuten erklärt sich die Abwesenheit desVerbrechertypus aus ihrer Specialität von Verbrechen; dennentweder sind sie besonders intelligent, oder sie sind nur ge-legentlich zu Verbrechern geworden. So Peltzer und derSchmuggler, der die Gendarmen tödtete, um seine Waren zuretten.

Das ist jedoch nicht der Fall bei den sicilischen Räubernund bei den 9 rückfälligen Dieben.

Es lässt sich nunmehr feststellen, dass die vorherrschen-den Kennzeichen bei Verbrechern in der normalen Entwicke-lung der Kinnlade, in der Spärlichkeit des Bartwuchses, derFülle des Haupthaares besteht. In zweiter Linie stehendie Henkelohren, die fliehende Stirn, das Schielen und diekrumme Nase.

Aber bei Allen, auch bei Denen, die wir für normalgelten lassen, erkennt man eine seltsame Aehnlichkeit, eineArt von anthropologischer Verwandtschaft. Der National-typus fehlt so sehr, dass die italienischen Verbrecher nichtvon den deutschen unterschieden werden können, gerade so,wie es bei den Kretins der Fall ist, wo der Rassentypus durchdie krankhafte Degeneration verwischt wird.

Der Verbrechertypus findet sich also in 25 %, wobei dieMörder und Diebe die höchsten .Procentsätze geben, jene mit36%, diese mit 23%. Den kleinsten Procentsatz, 17%,geben die Gelegenheitsverbrecher; Banquerotteure 1 auf 8;Betrüger und Bigamisten 6 %; Letztere wohl deshalb, weilderartige Menschen einen Ausdruck von Bonhommie besitzen,um die anständigen täuschen zu können.

Bei den Wollüstlingen kommt der Typus 4 mal unter5 zum Ausdruck. Der Repräsentant dieser Klasse, derseine Tochter schändete und zur Prostitution zwang, hattegrosse, auswärts schielende Augen, gesenkte Lider und sehrdicke, grosse Lippen; die anderen mehr weibischen Gesichts-ausdruck.