226 Zweiter TheiL Pathologische Anatomie und Messungen.
am geringsten, bei den Mördern und Irren am höchsten. —Bei mehr als der Eälfte der Mörder ist die obere Partie desSchädels stark entwickelt, — das Stirnbein schwach, dasHinterhaupt bedeutend mehr.
Troyski vergleicht die Höhendurchmesser von SchädelnGesunder, Irrer und Verbrecher wie folgt:
Höhen-Längen- Normal Verbrecher IrreDurchmesser. (nach Welcher) (nach Troyski) (nach Stenberg)
unter 68 Platykephal..... — °/o 3,0 % 6,6 %
68,0—72 Subplatykeph. .. 30,0 „ 22,0 „ 18,0 „
72,1—75 Hesokeph......43,3 „ 31,7 „ 21,6 „
75,1—70 Hypsikeph......26,6 „ 31,7 „ 28,0 „
79,1—84 Oxykeph....... — „ 10,3 „ 15,6 „
über 84................ — „ 0,7 „ 8,3 „
Demnach fällt die Mehrzahl der Platykephalen (Chamae-keph. Virch.) auf die Verbrecher und Irren, desgleichen dieder Oxykephalen gegenüber den Normalen.
Die Extreme des H.-L.-Durchm. — Platy- und Oxy-kephalie — kommen übrigens öfter bei Räubern und rück-fälligen Dieben und selten bei Gelegenheitsdieben vor.
Knecht hat unter 1214 deutschen Verbrechern Mikro-kephalie nur 4 mal, Oxykephalie 118 mal, Skaphokephalie 15 mal,Prognathie 32 mal und falsche Zahnstellung 56 mal gesehen;6 mal Gaumenzäpfchenspalte und 6 mal Anomalien an denOhren.
Einseitige Gesichtslähmung und Asymmetrie des' Gesichteswurde nur in 56 Fällen beobachtet, noch seltener Schiefsteilungder Nase.
Strabismus und Ungleichheit der Pupillen kamen je 7 malvor, Kropf- und Herzhypertrophie 23 mal, Hernien in 146Fällen.
Phimosis congenita fand K. bei 51 Individuen, Testikelund Penis unentwickelt bei 29; Epispadie und Hypospadie in5 Fällen.
Die Schädelasymmetrie ist nach Oorre und Rousseleine vorherrschende Eigentümlichkeit bei den französischenVerbrechern. Sie kam unter 121 Dieben 81 mal, Gesichts-schiefe 21 mal vor. Die Kahnform wurde bei 21 derselben