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1 (1894)
Entstehung
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220
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220 Drittes Kapitel. Maasse und Gesichtsausdruck.

daraus auf eine plattere Schädelform bei den Hauptverbrechernden Schluss ziehen dürfte.

Tkoyski in "Warschau giebt nachstehende Uebersicht, auswelcher er schliesst, dass bei den Verbrechern sowohl der kleineals auch der grösste Kopfumfang häufiger beobachtet wird alsbei Normalen.

Umfang Bei 300 männlichen Bei 58 weiblichen

von russischen Verbrechern

487—500 0,66% — %

501—505 1,83 „ 12,1 „

516—530 10,06 „ 20,6 „

531—550 40,07 „ 55,1 „

551-567 33,00 „ 12,0 „

562—590 20,01 „ — „

Die Untersuchung des vorderen Kopfumfanges bei1711 Individuen überzeugte Ferri vollends von der Inferio-rität der Verbrecher gegenüber den normalen Menschen. Unterden Irren zeigte sich die Inferiorität der Idioten und Schwach-sinnigen ganz entschieden.

In Piemont, Lombardei, Romagna und noch mehr in Neapel,Calabrien und Sicilien, wo der lange Längendurchmesser nochbesonders dazu beiträgt, nehmen die Mörder und Todtschlägerim Verhältniss zu den Soldaten eine recht niedere Stellung ein.Corre und Roüssel (Eev. anthrop. 1883) haben eine hierhergehörige ausführliche Untersuchung an 200 Leichen von Sträf-lingen im Bagno zu Brest, allerdings nur nach Gipsabgüssen,bekannt gemacht.

Angenommen, dass der normale Kopfumfang bei denFranzosen 525 mm, der vordere 271 und der hintere 274 mmbeträgt, so würde bei den Verbrechern der Kopfumfang grösserund die vordere Hälfte oft grösser als die hintere sein. Beiden Dieben z. B. finde sich für den Umfang von 559 — 540ein Procentsatz von 48 %, und für den Umfang von 560 einsolcher von 22 %; bei den Fälschern stiegen die beiden hohenQuoten auf 72 %, bei den Mördern sogar bis auf 76 %. DieStupratoren seien durch 69 % vertreten.

Der vordere Kopfumfang sei grösser bei 46 % der Diebe,bei 70 % der Fälscher, bei 57 % der Stupratoren und bei48 % der Mörder.