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1 (1894)
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159
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Erstes Kapitel. Untersuchung von 383 Verbrecherschädeln. 159

haben geringere Mittelzahlen als die Gesunden (s. Tabelle 17).Es dürfte das die Folge öftern Vorkommens von Skorbut beiihnen wie bei den Irren sein.

Orchansky bestätigt die stärkere Entwickelung des Unter-kiefers bei den Verbrechern auf Grund seiner Betrachtungenan den französischen Mörderschädeln und erhebt die Aehn-lichkeit mit den wilden Rassen (5. Bull. Soc. Anthrop. 1882).Danach wäre:

Kinnbreite ... 46,0bei Europäern 45,0bei Negern.. . 46,0

Breite....... 33,0

bei Europäern 30,0

Winkelbreite... 99,4bei Europäern . 95,0bei Mongolen... 99,0Länge der Aeste 66,4bei Europäern. . 57,0

Symphysenhöhe 32,9bei Europäern . 31,0bei Neukaledon. 33,0

Index......... 50,0

bei Europäern. 53,0

Tabelle 18.

Ind. fac.

40 Verbrecher

38 Normale

°/o

%

50-55

2,5

56-60

18,4

6165

17,5

36,8

6670

55,0

29,2

7175

17,5

15,0

76-80

2,5

81-85

5,0

Im ganzen ist demnach wohl eine, wenn auch nicht sehrhervorragende stärkere Entwickelung des Unterkiefers, was Ge-wicht und Breite, sowie Höhe und Aeste betrifft, anzuerkennen,womit Ferris Ermittelungen an Lebenden (s. Arch. di Psich.1882) und Quatrefages an prähistorischen Schädeln sich ver-tragen. Gleichwohl müssen wir erklären, dass strenggenommenauch daraus ein allgemeiner Schluss nicht gezogen werdenkann, weil der Abweichungen am Schädel denen gegenüber,die bei Lebenden sich finden, zu wenige sind.

15. Index facialis Die niedrigen Zahlen 5065 er-scheinen hier weit spärlicher als bei normalen Individuen,die hohen und höchsten dagegen oft und zwar, wie wirgesehen haben, infolge der grösseren Höhe des Gesichtes beigleichbleibender Breite (s. Tabelle 18).