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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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BeifpielXXII.

418.BeifpielXXIII.

noch 2 ieitliche Portale, der Einmündung des halbkreisförmigen Baues im Inneren entfprechend, an-geordnet.

Die Erhellung gefchah durch feitliches Licht. Die Decken-Conftructionen waren aus hölzernenBohlenbelägen mit eifernen Zugflangen hergeftellt. Den Mittelbau betonte eine 25 m hohe Kuppel mitzwei Seitenthürmchen.

Die mit dem Gebäude durch einen Flurgang verbundene dreifchiffige Halle war zur Aufnahme vonMaschinen beftimmt 5r,9 \

Das gleiche, jedoch wefentlich erweiterte SyStem liegt auch dem gelegentlich dervom Architekten-Verein zu Berlin im Jahre 1880 ausgefchriebenen Ä/^>^<f/-Concurrenzpreisgekrönten Projecte des Verfaffers (Fig. 601 u. 602 558 ) zu Grunde. An einmonumental zu errichtendes Gebäude, welches einen 5000 <l m grofsen Repräfentations-raum und anfchliefsende Räume für Ständige Kunstausstellungen enthalten follte,fchloffen fich im Halbkreife die periodischen Anbauten für die Weltausstellung derartan, dafs der ftändige Theil die Grundlage der Gefammtanlage bildete. Die Haupt-fagade erhält fomit eine monumentale Erfcheinung, während die eigentlichen Welt-ausftellungsbauten lediglich ihrem jeweiligen Nutzzwecke entfprechend gebildetwerden können.

Die vielfachen Verfuche, die Hallenbauten der Ausstellungen felbft zu bedeut-famer Erfcheinung zu bringen, haben meift praktifche Uebelftände herbeigeführt undfind feiten von der erwarteten Wirkung gewefen.

Die Erkenntnifs diefer Umftände gab die Veranlaffung, für die 1889 in Pariswiederum auf dem Marsfelde geplante Ausftellung von der Ausbildung der Hallen-Architektur Abftand zu nehmen und den Verfuch zu wagen, durch Hinzuzieheneines 300 m hohen Thurmes, nach dem Vorfchlage des Ingenieurs Eiffel, der GeSammt-erfcheinung ein bedeutfames Moment zu geben. Die in Fig. 603 bis 606 56 °) dar-gestellten Skizzen der von der

Jury ausgezeichneten Entwürfe Fi g- 6o 3-

veranschaulichen die Verbindungdiefes gewaltigen Thurmes mitden AusStellungsbauten. Beim Ent-wurS von Eiffel & Sauveßre bildetder Thurm das Haupteingangs-portal, während er in den Ent-würfen von Dutert & Formige indie Mitte eines durch die AusStel-lungsbauten gebildeten cour d'/ion-neur verlegt wird.

Vor Allem lft bei den ge- Entwurf Vün DuUrt & Formige für die Weltausftellung

nannten Entwürfen das vollStän- zu Paris 1889 560 ).

dige Verlaffen des den Entwürfen

von 1867 und 1878 zu Grunde liegenden Gedankens einer Centralanlage inter-effant. Die Gestaltung der GrundriSSe iSt vielmehr übereinstimmend in den Haupt-zügen eine huSeiSenSörmige. Im Eiffel & Sauveßre 'Sehen Plane iSt deutlich die Ab-sicht ausgesprochen, eine Form der GrundriSsgeStaltung zu finden, welche nicht nurin allen Theilen erweiterungsSähig Sein, Sondern auch ein VerSchieben der einzelnen

nach: Entwürfe, erfunden und herausgegeben von Mitgliedern des Architekten-Vereins zu Berlin 1882.

&& s ) Facf.-RepBerlin 1882. Bl. 10.

55 ' J ) Siehe auch: Deutfche Bauz. 1881, S. 397. -&6 °) Facf.-Repr. nach: Le mondre illußre 1886

Centralbl. d. Bauverw. 18

S. 86.