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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
509
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Sog

Treppen zu den Galerien liegen in den Ecken der Längs- und Querbauten, während die an den Endender letzteren vorgefehenen Treppen lediglich zu den dafelbft anzuordnenden kleineren Räumen führten.

Unter den architektonifchen Entwürfen der Ausheilung der Königl. Akademieder Künfte zu Berlin im Jahre 1879 erregte das Project für einen Weltausftellungs-palaft in Berlin von Kyllmann & Heyden allfeitiges Interefie durch feine vorzüglicheGebäudeanlage (Fig. 599). In diefem Entwürfe wird eine Vereinigung der Vorzügeder in ihren Grundideen durchaus verfchiedenen Hauptgebäude der Weltausftellungenzu Paris im Jahre 1867 und zu Wien im Jahre 1873 erftrebt. Der der Anordnungdes erftgenannten Gebäudes zu Grunde liegende Gedanke, durch die Art der An-ordnung der Ausftellungsgegenftände gleichzeitig eine Zufammenfaffung derfelbennach Nationen und nach Gruppen zu erzielen, litt befonders an der Unmöglichkeit,in dem einen zufammengefafften Gebäude einzelne Theile den jedesmaligen Erfor-derniffen entfprechend räumlich zu erweitern, während beim Induftriepalafte derWiener Ausftellung diefe räumliche Erweiterungsfähigkeit in allen Theilen zwar er-reicht, auf eine Zufammenfaffung der Ausftellungsgegenftände nach Gruppen abervollftändig verzichtet worden war.

Im Entwürfe von Kyllmann & Heyde?t wird nun diefen beiden Erforderniffenderart Rechnung getragen, dafs von einer centralen, als Repräfentationsraum ge-dachten Rotunde aus eine Anzahl von Hallen, welche für die verfchiedenen Na-tionen beftimmt find, fich Uranien form ig entwickeln und durch verfchiedene con-centrifche Hallen mit einander verbunden werden. Die verfchiedenen Gruppen finddann in den einzelnen Hallen gleichmäfsig anzuordnen. Die dazwifchen liegendenHöfe führen nicht nur allen Bautheilen unmittelbar feitliches Licht zu; fie gewährenzugleich die Möglichkeit der räumlichen Erweiterung eines jeden einzelnen Bautheiles.Die Art, in welcher noch weitere Bauten für Mafchinen, landwirthfehaftlicheErzeugniffe etc. mit diefem mittleren Hauptgebäude verbunden find und dabei fehrgünftig ausbildbare gärtnerifche Anlagen umfchliefsen, zeigt, in welch vortrefflicherWeife fich bei dem gewählten Syfteme auch die architektonifche Behandlung diefer

Baugruppe im Inneren wie im Aeufserendurchführen läfft.

Diefes Syftem fand in abgeänderterWeife beim Hauptgebäude für die Allge-meine deutfehe Patent- und Mufter-fchu tz- Ausftellung zu Frankfurt a. M.im Jahre 1881 (Fig. 600 557 ) Anwendung.

Diefes Gebäude bedeckte eine Gefammtfläche vonlSOOOq" 1 und zeigte in feiner Hauptfront eine 180,o mlange, um einige Stufen höher gelegene Halle, inwelcher das Hauptfchiff von den feitlichen Kojen durch2,5 m breite Gänge getrennt wurde. Die Mitte dieferHalle diente als Haupteingangshalle, von welcher ausman in weitere 5 fich flrahlenförmig entwickelnde, 15,o mbreite Hallen gelangte, von denen 3 gleichfalls mit Kojenverfehen waren.

Diefe Hallen waren an ihren äufseren Enden durcheinen halbkreisförmigen, 20,o m breiten Bau mit einanderverbunden und fämmtlich durch halbrunde Apfiden ab-

Fi£. 600.

Hauptgebäude der Allgemeinen deutfehen

Patent- und Mufterfchutz-Ausftellung

zu Frankfurt a. M. 1881 557 ).

] '2ooo « Gr.

Arch.: Linnemann.

gefchloffen. Aufser den 3 Thoren des Mitteltheiles

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HeifpielXX.

416.

Beifpiel

XXI.

557) Facf.-Repr. nach: Centralbl. d. Bauverw

S. 86.