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beftand, an welches beiderfeits Halbkreife mit dem Halbmeffer von 192 m Geh anfchloffen. In der Mittebefand fich ein 40,5 m breiter und 150,5 m langer, mit Gartenanlagen verfehener, unbedeckter Raum, umwelchen fich, parallel mit dem äufseren Umfange des Gebäudes, die verfchiedenen Hallen concentrifch aneinander reihten. In den beiden Hauptaxen waren durch das ganze Gebäude 15 m und 10 m breite Wegeangeordnet, während noch weitere 12 Wege von 5 m Breite in gleichen Abftänden das Gebäude radialdurchfchnitten. 5 m breite Rundwege waren aufserdem zwifchen den verfchiedenen concentrifchen Gebäude-theilen, welche die verfchiedenen Arten der Ausftellungsgegenftände aufzunehmen hatten, angeordnet worden.Jedem Lande füllte nun ein der Anzahl und Gröfse feiner Ausftellungsgegenftände entfprechenderKreisfector zugewiefen werden. Somit war die Aufgabe der Theilung nach beiden Richtungen theoretifchvollkommen gelöst. In der Ausführung ergaben fich jedoch grofse Mifsftände. Da nämlich bei den ver-fchiedenen Nationen die Anzahl der Ausftellungsgegenftände der einzelnen Gruppen zu den Gefammt-ausflellungsgegenftänden in fehr verfchiedenem Verhältniffe ftanden, wurde ein Ausgleich dadurch nothwendig,dafs in den verfchiedenen Gruppen verfchiedene Nationen in einander rückten. Dies führte, zumal innerhalbder Gruppen eine Ausdehnung durch Erweiterungsbauten vollftändig ausgefchloffen war, zu grofsen In-zuträglichkeiten und zu erheblicher Verwirrung.
Sämmtliche Gebäudetheile waren eingefchoffig. Die inneren Gartenanlagen umgab eine bedeckteVeranda, an welche fich die Halle für die Archäologie und weiterhin diejenige für die bildenden Kündeanreihten. Die Gebäudetheile waren durch gemauerte Wände ein gefehl o ffen, welche zugleich die Dach-binder trugen, während die Conftruction der nach aufsen weiter folgenden Hallen auf 636 gufseifernen
Fig. 581.
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Schnitt zu Fig. 580 52
Säulen und 694 fchmiedeeifernen Freiftützen ruhte. Der untere Theil der Wände der Mafchinenhalle warzum Abfchluffe gegen die Nebenräume bis zu einer Höhe von 7,5 m ausgemauert.
Die inneren Hallen des Gebäudes wurden durch im Dache angebrachte Glasflächen und Dachauffätzeerleuchtet, welche etwa die Hälfte der Dachfläche beanspruchten.
Die Mafchinenhalle und die Haupteingangshalle waren mit uellförmigem Eifenblech bedeckt undhatten feitliche Beleuchtung. Die Fufsböden fämmtlicher Wege waren aus einer 2 crn ftarken Cementmörtel-fchicht hergeftellt, welche auf eine 8 cm ftarke Betonunterlage ausgebreitet wurde. In der Eingangshallebeftand der Fufsböden aus chemifch präparirtem Schiefer auf einer Betonunterlage von hydraulifchemMörtel. Alle übrigen Bautheile hatten hölzernen Fufsböden erhalten.
Durch unterirdifche Canäle von 3 m Weite und 2 m Höhe wurde den inneren Gebäuderäumen frifcheLufl zugeführt, während die verbrauchte Luft durch Dachauffätze abzog.
Das Dachwaffer leitete man durch die Säulen und Pfeiler in Thonrohre und aus diefen in Canälevon Cementmörtel.
Von einer Heizung und abendlichen Beleuchtung des Gebäudes war Abiland genommen worden.
Während fich bei diefem Bauwerke der Verfuch, jede Anlage von Galerien zu vermeiden, als fehrgünftig erwiefen hatte, zeigte daffelbe in anderer Beziehung, abgefehen von der vielfachen Unklarheit inder Anordnung der Ausftellungsgegenftände, verfchiedene fehr empfindliche Mängel. Die elliptifche Grund-form verfperrte in den gebogenen Gängen grofse Durchblicke; fie veranlaffte bei der Herftellung dergebogenen Dachflächen und Dachlichter eine fchwierigere, wefentlich theurere Conftruction und befchränktedie Verwerthbarkeit der Hauptconftructionstheile nach Abbruch des Gebäudes. Sehr ungünflig erwiefen fichauch das Zufammenführen einer zu grofsen Anzahl von Befuchern nach der Mitte des Gebäudes, fo wieder Umftand, dafs daffelbe faft durchweg auf Dachlicht-Erhellung angewiefen war.