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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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der Avenue der elyfäifchen Felder zugewandt. Den mittleren Theil des Gebäudes bildet eine mit terraffen-förmigem Glasdache verfehene Halle von 192 m Länge, 48 m Breite und 35 m Höhe. Sie wird an denvier Seiten von einem 4 m breiten, zweigefchoffigen Säulengange umgeben, an welchen fich andererfeits die24 m breiten, gleichfalls zweigefchoffigen feitlichen Schiffe anfchliefsen. Letztere find mit einem felbftändigentonnenförmigen Glasdache verfehen.

Die Treppen zu den Galerien find in 4 Eckbauten und 2 in der Mitte der Längsfronten angeord-neten Vorbauten untergebracht. Der nördliche Vorbau enthält aufserdem die Wohnung des Directoriums,die Verwaltungsräume, Wachezimmer, Kleiderablagen etc.

Die Beleuchtung des mächtigen Ausftellungsraumes gefchieht aufser durch Deckenlicht durch die inzwei Gefchoffen angeordneten rundbogigen Fenfter der vier Fronten. Für die unterhalb der Galerien ge-legenen Theile genügte die feitliche Beleuchtung nicht ; fie wurde nachträglich dadurch verftärkt, dafs manin der Decke quadratifche Oeffnungen anbrachte.

Die Conflruction des Gebäudes hat in fo fern Aehnlichkeit mit derjenigen des Ausftellungspalaftesim Ilyde-Park, als auch hier gufseiferne hohle Säulen, welche zugleich zur Ableitung des Dachwaffers dienen,die Deckenbinder tragen. Diefelben find 2 m hoch und liegen im Mittelfchiffe in Abfänden von 8 m - Die

Fig. 574-

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Induftrie-Palaft der Weltausflellung zu Paris 1S55.Anficht des Haupteingangcs im nördlichen Pavillon 521 ).

Deckung gefchieht durch gegoffene und rauh gelaffene Glasplatten von 90 cm Länge, 49 cm Breite und4 cm Stärke.

Die Fufsböden find an den Eingängen aus Aiphalt und in den Hauptverkehrswegen aus lave fufdehergeftellt; letzterer befteht aus einer auf Beton ausgebreiteten Schicht von Theer und Afphaltmörtel, aufwelche die lV2 cm ftarke, aus Baumharz, Talg, Kalk, Sand und farbigen homogenen Stoffen beflehendeMalTe in mofaikartigen Muftern aufgebracht wurde. Die Galerien erhielten Fufsböden von Eichenholz.

Für kleinere Ausftellungen eignet fich diefer aufserordentlich grofse Raum nicht, da diefelben fehrumüändliche Einbauten erfordern. Auch ift die Beleuchtung für Bilder durch die Reflexe des Rundbogen-Deckenlichtes fehr ungünftig.

In den aus Kalkftein hergeflellten Facaden ift der Haupteingang durch einen mit Sculpturen reichgefchmückten Triumphbogen mit 15 m breiter und 20 m hoher Rundbogenöffnung betont worden (Fig. 574);an ihn fchliefsen fich die in italienifcher Palaft-Architektur ausgebildeten, in zwei Gefchoffen mit Rundbogen-fenflern verfehenen Fronten an. Die Architektur fleht weder in organifchem Zufammenhange mit deneifernen Dächern des Gebäudes, noch ift es verflicht worden, das Eigenthümliche des Innenraumes imAeufseren in charakteriflifcher Weife zum Ausdruck zu bringen.