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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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III.

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IV.

Million Gegenftände gefandt, welche von mehr als 6 MillionenPerfonen befichtigt wurden 618 ).

Das zum Ausftellungspalafte im Hyde-Parkverwandte Eifen- und Glasmaterial, fo wie die Fufs-böden wurden mit Ausnahme des Dachglafes unddes Tranfept-Rahmwerkes wieder benutzt, um zuSydenham inmitten reizvoller Gartenanlagen ein zubleibenden Ausheilungen verfchiedener Art be-ftimmtes Gebäude, den fog. Cryßal-palace (Fig. 571u. 572 519 ), zu errichten. Die architektonifcheLeitung des Baues war wieder Paxton übertragenworden.

Der Gefammtanlage liegt ebenfalls ein Quadratnetz von7,32 m Seitenlänge zu Grunde; die gefammte Länge des Gebäudesbeträgt 490 m , alfo rund 73 m weniger, als beim Gebäude imHyde-Park. An beiden Enden reihen fich Flügelbauten von175 m Länge an, von welchen der fudliche durch einen 220 mlangen, gefchloffenen Gang mit der Eifenbahnftation verbundenift. Die Gefammtanordnung des Gebäudes ift eine weit wir-kungsvollere, als beim Palafte im Hyde-Park. Die lange Front-anficht ift hier nicht nur durch ein Mitteltranfept, fondern auchnoch durch Nord- und Südtranfepte unterbrochen; das früherwagrechte Dach des Mittelfchiffes hat eben fo, wie die beidenfeitlichen Tranfepte Halbkreisgewölbe erhalten, welche jedochniedriger liegen, als das Gewölbe des Mitteltranfeptes. Dadurch,dafs das Mitteltranfept ca. 22 m und die feitlichen Tranfepte ca.15 nl in der Gartenfront vorfpringen, wird eine kräftige Schatten-wirkung erzielt. Längs diefer Front find zur Ausgleichung desabfallenden Geländes Futtermauern errichtet, welche dem Ge-bäude als mächtiger Sockel dienen. Auch im Inneren wurdeeine günftigere Wirkung durch die Ueberwölbung des Mittel-fchiffes, durch das Verfetzen je eines Säulenpaares in Entfernungenvon ca. 22 m , fo wie durch den freieren Durchblick nach allenRichtungen erzielt; um letzteres zu erreichen, ift eine Galerienur längs der Aufsenwände angebracht. Eine Heifswafferheizung,bei welcher 27 Dampfkeffel in Thätigkeit find, bewirkt die Er-wärmung des Gebäudes" 120 ).

Für die Induftrieausftellung zu München1854 wurde nach Vozt's Plänen ein Glaspalaft in8 Monaten hergeftellt.

Das Gebäude ift 240 m lang und im Inneren durch feineimmerhin weite Freiräumigkeit von grofser Wirkung. Der Baufollte nach der Ausftellung 1854 wieder abgebrochen werden; derhieraus zu erzielende Materialgewinn entfprach jedoch nicht denKoften der Abbruchsarbeiten. Man befchlofs defshalb, das Bau-werk zu erhalten, erfetzte jedoch die Holz-Conftruction der Glas-dächer durch eine Eifen-Conftruction. Das Gebäude leiftete dennauch bei fpäteren Ausftellungen mehrfach gute Dienfte. '

51s ) Siehe auch: Das grofse Induftrie-Ausftellungs-Gebäude in Lon-don. Wien 1851 ferner: Zeitfchr. f. Bauw. 1852, S. 40.

519 ) Nach: Allg. Bauz. 1852, Bl. 507.

52 °) Siehe auch: Allg. Bauz. 1852, S. 299. Building news, Bd. 3,S. 9, 209, 422, 429, 486, 487, 575, 633, 6 57j 897, 922, 950, 973, 999-

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