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Hinter den Thierbehältern zieht fich ein l,o m breiter Wärtergang zur Bedienung und Reinigung derBehälter hin. Der Fufsboden diefes Ganges befindet fich 50 cm über dem Boden der letzteren.
Längs des Ganges find an der Abfchlufswand flachere Behälter angebracht, ebenfalls in verfchiedenerHöhe gelegen und theils zur Klärung des Waffers, theils zum Aufbewahren von Referve- und Futterthierendienend. An der Kopffeite des Baues befindet fich unter der Bafiion der Burg ein Raum für eine kleineDampfmafchine, eine Gaskraftmafchine (zur Referve) und in einem tieferen Räume zwei Rotationspumpenvon Hartgummi.
Ferner ift hier noch ein Raum zum Conferviren der todten Thiere für Mufeums- und Schulzwecke.Unter dem ganzen Bau befindet fich der Tiefbehälter, ca. 600 cbm künftliches Seewaffer enthaltend.
Als Beifpiel eines reichen oberirdifchen Aquariums fei hier dasjenige zu Berlinangeführt; daffelbe wurde 1869 durch Liier erbaut und befindet fich in einemHaufe Ecke Unter den Linden und Schadowftrafse, daffelbe vom Keller bis zumDach einnehmend (Fig. 555 bis 557 507 )-
380.
Aquarium
Berlin.
Fig. 557-
1:250
9 10 11 1? 13 U 15"1 ' 1 ' 1 ' I ' 1 ' I '-i
Querfchnitt nach AD in Fig. 555 u. 556 507 ).
Allerdings ift daffelbe nicht lediglich Aquarium, fondern gleichzeitig auchReptilien-, Vogel- und Affenhaus. In äufserft gefchickter Weife find die einzelnenRäume über und in einander gebaut, fo dafs ein wahres Labyrinth von Käfigen,Gängen und Thierbehältern entfteht, ohne dafs jedoch der Verkehr befchwerlich wäre.
Die Raumvertheilung in diefem Bauwerk geht aus Fig. 555 u. 556 hervor. Bezüglich der Be-leuchtung und der Lüftung waren bedeutende Schwierigkeiten zu überwinden, welche immerhin noch nichtganz vollkommen gelöst find, während der Mifsftand der befchwerlichen Zugänglichkeit der Thierbehalterund die Schwierigkeit der Bedienung, die vielen Ecken und Winkel nicht zu vermeiden waren.
Die eigentlichen Zuschauerräume find durchweg in malerifcher Weife als Grotten und Höhlen, mittelsnatürlicher Felfen und künfllicher Stalaktiten, ausgebaut. Die Thierbehalter befinden fich in die Felfen-
r »07) Nach: Deutfche Bauz. 1869, S. 232, 233.