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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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angefetztem Halbkreis; die lichte Breite beträgt 41,o m , die lichte Länge (5i), 5 m, die Höhe 18,6'", dieGrundfläche 2750 l m und der Rauminhalt 19158 cbm - Bis zu einer Höhe von 2,5 m wird das Haus voneiner maffiven Mauer begrenzt; darüber erhebt fich die verglaste Eifen-Conftruction in einer Bogenlinie,welche im unteren Theile nach einer Parabel geformt ift, die gegen den Scheitel zu in eine gerade Linieübergeht; nach Orten fchliefst eine Halbkugel das Haus ab. Die in leichtem Gitterwerk conftruirtenBinder, welche 5,64 m von einander entfernt find, ruhen auf nach innen und aufsen vorfpringenden Mauer-pfeilern; die Längsverbindungen liegen oberhalb der Verglafung; eine Diagonalverftrebung, welche dieäfthetifche Wirkung beeinträchtigt haben würde, fehlt, da das Gefellfchaftshaus und die Halbkuppel einausreichendes Widerlager bilden. Im Scheitel des Daches find eine zur Lüftung dienende Laterne und inetwa ein Drittel der Höhe eine Galerie angeordnet worden. Der mächtige, gärtnerifch fehr gefchicktausgeftattete Raum gewährt ein Bild von überrafchender Schönheit.

Zur Erwärmung, welche auf etwa 17 Grad berechnet ift, dient eine Warmwafferheizung. Zu beidenSeiten des l'almenhaufes B find zwei einen kleinen Hof umfchliefsende Blumenhäufer C, C gelegen. Inder Hauptaxe fchliefst fich ein gröfseres, namentlich zur Aufnahme von Lorbeerbäumen beftimmtes Kalt-haus // an" 3 \

In befonders grofser Zahl kommen öffentliche Wintergärten in England vor,nicht feiten in Verbindung mit Aquarien* 9 *). Fig. 538 1,,s ) giebt das Schaubildeiner derartigen Anlage; das Sockelgefchofs (Fig. 539) enthält das Aquarium; darübererhebt fich der in Glas und Eifen ausgeführte Wintergarten.

d) Einzelheiten der Anlage und Conftruction.Das Mauerwerk der Pflanzenhäufer ift den Einflüffen der Feuchtigkeit immerin fehr hohem Grade ausgefetzt, wefshalb man ftets beftes Steinmaterial, namentlich Ma "" wcrk

. , und Putz.

folches, welches das Ausfaulen und Zerfrieren nicht befürchten läfft, in Anwendungbringen mufs. Scharf gebrannte Backfteine, insbefondere Klinker, find der befteBauftoff. Wo in Umfaffungen von Pflanzenhäufern Pfeiler aus durchgreifenden Sand-fteinblöcken angewendet worden find, haben diefe letzteren nachträglich durch Eifen-ftützen erfetzt werden muffen. Der Sandftein verliert fein Gefüge und zerfetzt fich,wenn er längere Zeit an der einen Seite der kalten, vielleicht trockenen Aufsenluft,an der anderen Seite der hochgradigen Feuchtigkeit und Luftwärme eines Pflanzen-haufes ausgefetzt ift.

Mörtelputz ift im Inneren von Pflanzenhäufern zu vermeiden, einmal wegen dergeringen Haltbarkeit deffelben in der Luft der Pflanzenhäufer und dann auch, weildie Rauhmauer einen willkommenen Anhalt für Schlingpflanzen bietet. Häufig findetman aus diefem Grunde die Rückmauer mit poröfem Tuff oder mit Kies-Beton ver-kleidet. Im botanifchen Garten zu Amfterdam hat man eine Verblendung mit Korkangewendet.

Jede nach Norden gelegene Rückmauer, welche eines Schutzes durch einenAnbau entbehrt, ift mit einer ifolirenden Luftfchicht zu verfehcn.

Im Vorhergehenden wurde bereits gcfagt, dafs den in einem Pflanzenhaufeunterzubringenden Gewächfen ein Fufsboden aus Erde der zuträglichftc ift, weil dienaturgemäfse Ausdünftung der Erde dadurch nicht gehemmt und den Pflanzen dieaufzeigende Feuchtigkeit nicht entzogen wird. Wählt man eine folche Ausführung,fo mufs man die Verkehrswege in ähnlicher Weife befeftigen, wie dies bei Garten-wegen gefchieht; die übrigen Theile des Fufsbodens, welche nicht betreten werden,bedeckt man des fauberen Ausfehens wegen mit Kies.

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Fufsboden.

<0'1) Nach: Berlin und feine Bauten. Berlin 1377. Theil I, S. 344. Siehe auch: Deutfche Bauz. 1873, S. 121»49i !65.

49i ) Siehe das Literatur-Verzeichnifs am Schlaffe von Kap. 10 (unter ß).* B5 ) Facf.-Repr. nach: Buildhlg tiews, Bd. 32, S. 264.