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Treppenform und fo gebildet, dafs man fie hoch und niedrig Hellen kann; eine zweite Stellage ;; ziehtfich längs der Vorderwand und eine dritte />, welche für Champignonzucht beftimmt ift, längs der Hinter-wand b hin; unter der Hauptftellage o ift ein Beet r für Peterfilie oder Champignons gelegen. Zwilchendiefen drei Stellagenreihen befinden fich die Gänge /* und /; durch die in der öftlichen Giebelmauer an-geordnete Thür m wird das Haus betreten. Für die Lüftung find in der Vorder- und der Hinterwand dieLuftklappen j, bezw. / angebracht. Zur kalten Jahreszeit wird das Haus durch den Heizcanal q erwärmt,der durch den Schieber e gefchloffen werden kann; der Canal führt nach dem Schornftein r, der von daus gereinigt wird.
b) Confervationshäufer.
345. Die Confervationshäufer der botanifchen Gärten werden durchgehends in
und Form, gröfseren Abmeffungen ausgeführt. In einer Abtheilung werden häufig die ver-fchiedenartigften und vielgeftaltigflen Pflanzen untergebracht und in fyftematifcherWeife in Behältern aufgeteilt oder im Erdboden verpflanzt. Es fehlen nirgendsgröfsere Bäume, als Palmen, Bambus, Baumfarn etc., welche zuweilen eine beträcht-liche Entfaltung der Höhenmafse nöthig machen. Für die Palmenarten ift in denmeiften Gärten eine befonders hohe Abtheilung vorgefehen, und für die Waffer-pflanzen, insbefondere für die Aufzucht der Victoria regia , ein niedriges Waffer-pflanzenhaus. Die hohen Palmenhäufer werden oft als Mittel- oder Abfchlufspunkteiner Anlage mit centraler Grundform ausgebildet; die Abdeckung erfolgt in Formeiner Kuppel oder als gegliedertes Zeltdach.
Es fei in diefer Beziehung auf die Abbildungen der Palmenhäufer von Bonn, München 4f ' 8 ) undStrafsburg auf S. 407 u. 421, ferner auf die Palmenhäufer von Herrenhaufen (bei Hannover), Berlin 469 ),Kopenhagen 470 ), Schönbrunn bei Wien und Kew ebendaf. in Fig. 490 und auf der neben flehenden'Tafel verwiefen. Das Palmenhaus in Kew-Gardens (bei London) hat eine Gefammtlänge von 110,o ,n ; derhöher geführte Mittelbau ift 41,0 m lang, 30>6 m breit und 19,0 m hoch; die Flügelbauten find je 34,3 mlang und 15,0 m breit; die Axenweite der Binder beträgt 3 f 85 ni - Das in Eifen und (das erbaute Haus, welchesauf einem Steinfockel von etwa l,o m Höhe ruht, hat durchweg gekrümmte Dachflächen, wodurch es mög-lich geworden ift, die Pflanzen je nach ihrer Gröfse fo aufzuftellen, dafs fie der Glasfläche möglichft nahefind und liberal] ausreichendes Licht erhalten.
Mit Ausnahme der Palmen-, der Waflerpflanzen- und der Färnhäufer erhaltenalle Confervationshäufer eine längliche Grundform; die Längenaxe geht am heftenin der Richtung von Often nach Werten. Der Querfchnitt zeigt ein ungleich-feitiges Satteldach, deffen kürzerer Theil fich an die nach Norden gelegene fchützendeRückmauer, meift aber an einen Anbau anlehnt, worin die Heizungen, Geräthe-kammern, Gartenwohnräume etc. untergebracht find. (Vergl. die Grundriffe aufS. 420 und die Querfchnitte auf S. 421.)
In vielen botanifchen Gärten finden fich die Pflanzenhäufer aller Gröfsen undGattungen in einer Baugruppe vereinigt, weil dies fowohl für die wiffenfchaftlieheAusnutzung, als auch für die Bedienung der Pflanzen durch die Gärtner bequemerift, abgefehen von den hierdurch zu erzielenden Erfparniffen in den Anlagekoftenund im Verbrauch von Brennftoff im Betrieb. Auch die neuerdings allerorten durch-geführte Verwendung von Sammelheizanlagen macht diefe Anordnung wünfehenswerth.
Als Beifpiel einer gedrängten Anlage ift das bereits in Tieft 2 diefes Halbbandes (Art. 288, S. 311)vorgeführte botanifche Inftitut im botanifchen Garten der Univerfität in Freiburg i. B. zu nennen. Hier findalle Räume für Unterricht und wiffenfchaftliehe Uebungen, fo wie die Wohnungen des Univerfitätsgärtnersund feiner Gehilfen unmittelbar mit den Pflanzenhäufern verbunden.
^ 8 ) Nach: Zeitfchr. f. Bauw. 1867, Bl. 37.
4ßfJ ) Nach: Berlin und feine Bauten. Berlin 1877. Theil I, S. 167.
47 °) Nach: Deutrehe Bau/. 1881, S. 133.