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3) Der Obft- und Weincultur dient das in Fig. 480 bis 48s 464 ) dargeftellteTreibhaus des pomologifchen Inftitutes zu Perfiau (Schlefien).
Gefordert wurde, dafs bei den oft auf — 25 Grad R. herabfmkenden Wintertemperaturen mit Hilfeeiner Niederdruck-Wafferheizung, ohne befonderen Aufwand von Brennftoff, in der einen Abtheilung desKaufes eine dändige Temperatur von mindeflens -}-8 und in der anderen eine folche von -f-16 Grad R. erzieltwerde. Die Umfaffungswände des Haufes wurden in Backdein-Rohbau mit ifolirenden Luftfchichten aus-geführt. Die lothrechten Pfoden der Standfenfterwand und die Sparren des Daches find aus gebogenenT-Eifen aus einem Stück hergeflellt und mit Plinthenmauer und Hinterwand verbunden. Um den Wurzelnder Weindöcke entfprechenden Raum zu verfchaffen, ruht erdere auf Bogenflellungen in der Erde.
Um Wärmeverluften nach Möglichkeit vorzubeugen, wurde auf dem an der Vorderfront befeftigtenWinkeleifen das zur Aufnahme der Dachfender gefalzte Rahmholz a mittels Schrauben beteiligt, durchLeiden gedichtet und mit Zinkblech abgedeckt. Damit die Wärme durch die Fugen der auf den eifernenSparren nur dumpf und lofe aufliegenden Fenderrahmen thunlichd verhindert werde, erhielt jeder Rahmender unteren langen Fender an dem einen Längsfchenkel die mittels Schrauben beledigte Eifenfchiene />,welche die zwifchen dem benachbarten Fenderrahmen unvermeidliche Fuge deckt, während der Rahmen dauf den Sparren mittels dreier Mutterfchrauben a verbunden und dadurch die Möglichkeit geboten ift,erforderlichenfalls durch Unterlagen von Filzdreifen eine vollkommene Dichtung der Fuge zu erzielen.Durch die Leide c werden Beschädigungen der unteren Fender beim Hinauffchieben der Deckläden verhütet.
In der Plinthe find für jede Abtheilung je 5 Oeffhungen vorhanden, durch welche reine Luft ein-treten kann; diefelben laffen fich durch Eifenblechkaden verfchliefsen. In gleicher Weife find in dem vomAnbau freien Theile der Hinterwand, dicht unter dem Glasdach, Lüftungsöffnungen angebracht. Die Ileiz-keffel find nach HentfcheVs Condruction ausgeführt.
Die Baukoden diefes im Jahre 1874 hergedellten Treibhaufes haben nahezu 21 000 Mark betragen 464 ).
4) Durch Fig. 486 u. 489 465 ) wird ein Culturhaus veranfchaulicht, welches dieZwecke der Kirfchentreiberei zu erfüllen hat.
A id der eigentliche Culturraum, der durch die Thür q zugänglich id ; längs deffelben zieht fichder Heizgang B hin, welcher durch die Hinterwand 0 begrenzt wird und durch die befondere Thür perreicht werden kann; beide find durch die Mauer k getrennt, welche die Firdpfette i trägt. Auf letztererund auf der Standfenderwand bc ruhen die Sparren e, welche die Dachfenfterflächen /" und g tragen; die
Fig. 486.
1:100
10 3 0 1 2
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Culturhaus für Kirfchentreiberei 46,5 ').
4,i *) Nach: Haarmann's Zeitfchr. f. Bauhdw. 1882, S. 109, 119 u. Taf. 14, 15.* 65 ) Facf.-Repr. nach: Bouche, a. a. O., Taf. XV.