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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
324
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a) Das Mufeum ornamentaler oder angewandter Kunft, eine Sammlung von über 20000 Werkender Architektur, I'laftik und insbefondere des Kunfthandwerks aller Zeiten, letztere vorwiegend inOriginalarbeiten, erftere meift in Abgiiffen. Sie nimmt drei grofse glasüberdeckte Höfe, fo wie einenvierten kleineren lblchen Hof ein und füllt überhaupt, wenige Räume ausgenommen, fämmtliche Reihenvon Sälen des Erdgefchoffes, ferner einige Galerien des Obergefchoffes.

ß) Die Gemälde-Galerie, deren Hauptfehatz die Britifh Fine Arts Collectio?is find, befleht aus den vonSheepfhanks, Forfler, Dyce, Jones, Conßable u. A. hinterlaffenen werthvollen Sammlungen von Oelgemälden,Aquarellen und Zeichnungen britifcher Meifter, fo wie aus den von der Königlichen Akademie geliehenen,aus dem Vermächtnifs C/ian/rey's angefchafften Bildern. Auch die berühmten Original-Cartons RaffaeFszu den für Papft Leo X. um 1516 zu Arras in Flandern angefertigten Wandteppichen des Vaticans 374 },fo wie fonfüge Kunftwerke aller Art find in den meift mit Deckenlicht erhellten Sälen des Obergefchoffes,welche den Nord- und Südhof umfchliefsen, ausgeftellt (Fig. 386 u. 388).

y) Die Kunflbibliothek enthält zur Zeit über 70000 Bände und 240000 Zeichnungen, Kupferflicheund Photographien von Werken der Architektur, Ornamentik u. f. w. Sie liegt im Obergefchofs deslangen Südflügels (dg) und ift von den an deffen Enden angeordneten Treppen zugänglich.

0) Die Bibliothek der Wiflenfchaften {Science and Education Library) befteht aus wiffenfchaftlichenWerken, Unterrichtsbüchern und Zeitfchriften, zufammen über 66 000 Bände. Sie nimmt den füdweftlichenGebäudefltigel (ig u. jo) ein.

s) Die Kunllfchule, in welcher Zeichnen, Malen, Modelliren u. f. w. gelehrt wird, ift in den oberenGefchoffen der beiden in Winkelform gebauten nordweftlichen Flügel eingerichtet. Im Obergefchofs desmittleren Querbaues Liegt der grofse Hörfaal des Mufeums (^7), in welchem öffentliche Abendvorlefungenaus den Gebieten der l\un(l und Wiffenfchaft abgehalten werden und die Preisvertheilung an die Studiren-den ftattfindet.

() Das Patent-Mufeum, das kraft Parlaments-Acte mit der Abtheilung für Kunfl und Wiffenfchaft desSouth-Kenfington-Mufeums feit 1884 vereinigt ift.

Durch den proviforifchen Eingang {25) von Cromwell Road (Fig. 387) gelangt man zunächfl in denweiträumigen Architekturhof (23, 2j\ 41 m lang, 43,:» m breit und 25 m hoch, der zur Aufnahme der gröfserenarchitektonifchen, fo wie bildnerifchen Werke beftimmt und durch einen breiten Säulengang in 2 Abthei-lungen gefchieden ift (Fig. 389). Eine Thtir an der Weftfeite des Architekturhofes führt in den füdwefllichen,glasüberdeckten Hof der Abgüffe antiker Sculpturen (22). Hieran reihen lieh 3 Säle für Erzeugniffe tcxtilerKunft (20j. Man kehrt zurück und geht durch das anllofsende Treppenhaus (21) in den Südhof (Fig. 388).Er ift gleichfalls in der Mitte durch einen Säulengang getheilt und enthält eine kofibare Sammlung vonKunftwerken aus Metall, Elfenbein, Bernftein, Achat u. f. w. Mofaik-Bildniffe berühmter Künftler fchmückendie vertieften Felder der Hochwände, allegorifche Gemälde die Lunetten. Auf den Südhof folgt der grofs-räumige, mit einem 32 m weit gefpannten Glasdach übenleekte Nordhof. Er birgt eine Fülle von präch-tigen Werken italienischer Kunil, die auch in den umgebenden Bogengängen ausgeftellt find. Den nörd-lichen Hallen deffelben ift das Farnhaus (Fernery) angefügt. Der füdweftliche Raum (j) des Nordhofes führtin die mit Glasmalereien und Bildwerken gefchmtickte Wandelhalle^). Sie fleht mit den Erfrifchungs- undSpeiferäumen (j>), fo wie mit den Bedttrfnifsräumen in unmittelbarem Zufammenhang und mündet in denFlur, der die Verbindung mit der Schule der technifchen Wiflenfchaften (Science ScJiool) herftellt. Die andiefer Stelle angeordnete, mit Majoliken bekleidete Treppe, deren Deckenfchmuck an den der Scala aorodes Dogen I'alaftes zu Venedig erinnert, führt zur keramifchen Galerie des Obergefchoffes. Man bleibt imErdgefchofs, wendet lieh links zu den Wefthallen (//) und rechts zu den Nordwcfthallen (16), in denenalte Möbel, Holzarbeiten u. f. w. ausgeftellt find, durchwandert die Sammlung farazenifcher und pcrfifcherArbeiten der Nordhallen (75), erfteigt fodann die Treppe am oftlichen Ende derfelben und tritt im Ober-gefchofs in die Säle der Gemälde-Galerie ein, deren Sammlungen oben (unter ß) kurz gekennzeichnet und imGrundrifs (Fig. 386) zu verfolgen lind. Die Forßer 6* /^-Bibliotheken mit Lefefaal (jv, j2, jj) bildeneinen Theil diefer Sammlungen. Den oberen Theil des Südhofes durchfehneidet die Prinz-Gemahl-Galerie (4Sh deren nördlichen Abfchlufs der Gefanglettner (Cantoria) von Santa Maria Novella zu Florenzbildet. Auf diefer Galerie find prächtige Emailarbeiten, auf der des Architekturhofes (46) kunftvolleElfenarbeiten ausgelegt. Die keramifche Galerie (26), von welcher aus zwei breite Treppen zu den Sitz-reihen des Mufeums-Ilörfaales hinaufführen, fchliefst den befchriebenen Rundgang durch die Sammlungen.

Bezüglich der in Ausficht genommenen grofsen Neubauten"») f e i nur kurz erwähnt, dafs die Anlage

l-l ^. i c ederholun & en der Gewebe im Alten Mufeum zu Berlin.Directors noch 'nicht tnd" 'U^^Z* ^ ^ S ' "^ veWiffent]ichten Entwürfe WeW% find nach Mittheilung des Herrn Mufeums-