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Erdge fchofs.
f, S u. dazwischen liegende Räume: Prähifto
rifches.2. Abgüffe von früh-mittelalterlichen Grab-denkmälern.4- Römifches.
J", 6. Germanifche Cultur vom I. bis IX. Jahrh.7- Oefen u. Ofenkacheln.8. Schlofferarbeiten.9- Wilhelmshalle.to, öfll. Theil: Grabdenkmäler des XI. Jahrh./o, füdl. Theil u. //, wefll. u. öfll. Theil:Grabdenkmäler des XV. u. XVI. Jahrh.//, füdl. Theil u, 12. Siilko7Uski'tc\\e Samm-lung.f3- Grabdenkmäler, Abglitte kirchlicher Ge-räthe, Modelle. Südl. Halle: Folter- u.Strafwerkzeuge.'4- Gläfer, Majoliken, Steinkrüge, Porzellan,
Zinngefäfse.15 (ehemalige Kirche). Original-Denkmälerder Sculptur, meift XV. u. XVI. Jahrh./<$, Nordcaßelle: Stadt. Kunftfammlung./7, Siidcapellc: Kirchl. Alterthümer.18. Hohenzollernhalle.'9> 20, 2/, 23 : Abgüffe von Sculpturen des
X. bis XVI. Jahrh.24. Hausgeräthe des XVI. bis XVIII. Jahrh.2 5- Portal vom Klofter Heilsbronn; darüberin 9 Zimmern: Holztäfelungen des XVI.u. XVII. Jahrh., alte Kücheneinrichtung;im Hofe: Miltenberger Heunenfäule.2 7- Gefchütze.
I. O berge fchofs.
/ Saal: Gefchütze des XVII. bis XIX. Jahrh.,
Schanzzeug etc./ Saal, 1 Galerie u. / Cabinet: Coftümbilder.8 Galerie- u. Saalräume: Gemälde.3 Räume: Wiffenfchaftl. Apparate, Kalender u.
Karten./ Raum: Apotheke./ Raum: Zunft-Alterthümer.2 Säle ; Handelsmufeum.2 Zimmer: Sammlung von Urkunden etc.,
Holzfchnitte, Kupferfliche./ Galerie: Gewebe u. Stickereien./ Halle: Mufikalifche Inftrumente./ Raujn: Büchereinbände.
II. Obergefchofs.Coflüme, Waffen.
Bevölkerung Deutfchlands bei. Die Gefammtheit der einzelnenSammlungen bildet ein gefchloffenes Syftem, welches dieganze deutfehe Cultur von der alterten Zeit bis auf die Gegen-wart in allen ihren fichtbaren Kundgebungen zur Darfteilungbringen lbll.
Diefes Syftem beginnt mit der Kunft, als der hochftenBlüthe der Cultur, und zwar mit der Architektur. Diefe kommtvor Allem in den mittelalterlichen Gebäuden, in denen fich dieSammlungen befinden, zur Anfchauung und ift im Uebrigen durcheinzelne, zumeift aus der Nähe, zum Theile aber auch aus derFerne flammende Bautheile und Bauftoffe vertreten.
Im engften Zufammenhang mit diefer Abtheilung ftehtdie Sammlung für ornamentale Plaftik, welche eine grofse An-zahl feltener Gypsabgüffe, aber auch manche Originalwerke ent-hält. Sehr reich find lerner die Sammlungen der figürlichenPlaftik in Stein, Holz, Bronze u. f. w., der Grabdenkmäler (meiftAbgüffe) und der Klein-Plaftik in den verfchiedenften Materialien.Hieran reihen fich die Siegel und Medaillen.
Die Gemälde-Sammlung befitzt mehrere Stücke erftenRanges, ift zwar im Uebrigen, wie es in der Natur der Sacheliegt, nicht fehr werthvoll, beanfprucht aber viel Raum. DieGlasmalerei und die Miniaturen, die Handzeichnungen, Kupfer-fliche und Holzfchnitte find gut vertreten.
Höchft anfehnlich find die Sammlungen von gewebtenStoffen, fo wie von Spitzen und Nadelarbeiten, an die fich dieumfangreiche Sammlung füdflavifcher Arbeiten ergänzend an-reiht. Von Buchbinderarbeiten ift vielerlei Bemerkenswerthesvorhanden.
Die Sammlung mufikalifcher Inftrumente, jene von mathe-matifchen, geographifchen und aftronomifchen Inftrumenten findfehr reichhaltig. Möbel und Hausgeräth, noch mehr aber Waffenund Trachten nehmen das Intereffe der Befucher in hohemGrade in Anfpruch. Die Sammlung kirchlicher Gefäfse ift fehrbedeutend; dagegen find Handel und Zunftwefen unvollftändigvertreten. Die Münzfammlung ift überaus grofs, und endlich iftnoch die Sammlung vorhiftorifcher Gegenftände zu erwähnen.
Diefe kurze Ueberficht giebt einen Begriff von der Reich-haltigkeit des hiftorifchen und künftlerifchen Inhaltes, welchendas Germanifche Mufeum birgt. Daffelbe umfafft in theilweifezwei- und dreigefchoffiger Gebäudeanlage 77 Säle. Aufser denRäumen des vorgenannten Karthäufer-Klofters wurden 1872—74die Ruinen des ehemaligen Auguftiner-Klofters, die zum Zweckder Errichtung des neuen Juftizpalaftes befeitigt werden mufften,zur Erweiterung des Mufeums benutzt. Der Kreuzgang 11 unddie Capellenräume 12 find aus diefen Ueberreften hergeftellt.Sie gehören dem Ende des XIV. und dem Anfang des XV. Jahr-hundertes an; aus der Zeit um 1382 flammt das Karthäufer-Klofter. Allein auch nach diefer beträchtlichen Erweiteruno-erwiefen fich die Gebäude für die anwachfenden Sammlungender Anflalt zu klein. Es muffte eine neue, ausgedehnte Bau-anlage gefchaffen werden, und diefe ift feit 1877 nach den Plänenund unter der Leitung v. Ejfenwein's in der Ausführung begriffen.Sie befteht aus dem in Umriffen angegebenen Oftbau und ausden dem fudlichen Flügel des Kreuzganges angereihten dreigrofsen Gebäuden und ift, aufser der grofsartigen, künftigenEingangshalle 22 , fertig geftellt und der Benutzung übergeben.