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Fig- 377-
10 0 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Theil der Weftfacade des Kaiferlichen Mufeums der fchönen Künfte zu St. Petersburg 360 ).
Arch.: v. Klenze.
find aus Eifen herffeftellt. 140 monolithe Säulen aus den fchönften Marmor- und Granitarten flützen dasinnere. Die Wandbekleidung berteht theils aus wirklichem Marmor, theils aus Stuckmarmor, die Haupt-treppe aus carrarifchem Marmor.
Die Hauptfacade (Oftfeite) des Mufeums ift durch einen als Auffahrt dienenden Vorbau aus-gezeichnet. Sein Gebälke tragen acht Pilafter und zehn Telamonen, die aus Monolithen des fchönengrauen Granits von Serdabol verfertigt find. Im Erdgefchofs wurden anftatt der Fenfter Nifchen mitStandbildern angebracht, da die betreffenden Säle (wie in der Glyptothek zu München — fiehe Art. 261,S. 279) von den Höfen aus erhellt werden. Die Fenfter des Hauptgefchoffes find von Hermen aus grauempolirtem Granit in zwei Theile getheilt. Bei weitem die fchönfte Seite der Gebäudeanlage bildet dienach Werten gegen den Newa-Strom zugekehrte (Fig. 377 360 )- In das Erdgefchofs führen zwei gleichwertigePortale mit von Karyatiden getragenen Giebelverdachungen, und im I. Obergefchofs find in der Rücklagefttnf vertiefte Säulenhallen angeordnet, welche zu der befonders wirkfamen Erfcheinung diefer Weftfacadeviel beitragen. Auf die ganze Länge derfelben erftreckt fich ein Attika-Gefchofs, das auch den gegendie drei anderen Seiten u gerichteten Eckbauten aufgefetzt ift. Letztere werden an der füdlichen und ander nördlichen Langfeite von vorfpringenden Mittelbauten überragt, die im IL Obergefchofs von Giebelnmit figürlichen Darftellungen bekrönt find.
Das Hauptmotiv der Nordfacade bildet die Fenfterreihe des I. Obergefchoffes , die zur Aufnahmeder vorerwähnten Copien der RaffaeV^\\tn Malereien angeordnet wurde. Die mit wagrechten Fenfter-ftürzen überdeckten grofsen Oeffnungen paffen fich jedoch der inneren Rundbogenform der VaticanifchenLoggien, in welche die mit Victorien gefchmückten Confolen überführen follen , durchaus nicht organifchan. Für die Fagaden ift: weifsgelblicher Stein und, aufser den bereits genannten Hermen u. f. w., polirter,fchönfarbiger Granit verwendet. Den plaftifchen Schmuck bilden Statuen, Flachbilder und Ornamente,fämmtlich^aus galvanoplaftifchem verzinkten Kupfer hergeftellt.
Eine o-anz eigenartige und ausgedehnte Bauanlage bildet das GermanifcheNational-Mufeum zu Nürnberg. Es wurde nach dem Plane von Hans von undzu Auffefs 1852 gegründet, fodann 1857 m dem zu feiner Aufnahme hergeftellten ehe-maligen Karthäufer-Klofter eingerichtet, feitdem mehr und mehr erweitert und nimmtjetzt den grofsen in Fig. 37 8361 ) im Grundrifs dargeftellten Gebäude-Complex ein,deffen Ausbau feit 1866 das Werk v. Effenwetris ift.
Das Germanifche Mufeum ift eine National-Anftalt im vollften und reinften Sinne des Wortes. Zuihrer Erhaltung und Erweiterung tragen das Reich, die Regierungen, Fürften, Städte und alle Kreife der
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3 ßi) Nach: Deutfchc Bauz. 1877, S. 495.Handbuch der Architektur. IV. 6, d.