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Fig. 221
Arch. :Müller &> Wolff.
Querfchnitt durch die neuen Fitigelbauten der Stadtbibliothek zu Frankfurt a. M. 154 ).
Diefelbe befleht aus drei zu verfchiedenen Zeiten errichteten Theilen. Der vordere Langbau wurde1820—25 nach den von Hefs aufgehellten und von Moller begutachteten Entwürfen durch erfteren zurAusführung gebracht. Diefes Gebäude ift durch feine fchönen Verhältniffe und die edlen einfachen Formenbemerkenswerth. Das Erdgefchofs enthielt nur Bücherräume, eben fo das Obergefchofs, mit Ausnahmezweier kleiner, nach rückwärts gelegener Räume, welche das zugleich als Verwaltungsraum dienende Lefe-zimmer und das Zimmer des Bibliothekars bildeten. Die Bücherräume waren nach dem früher üblichenSaalfyftem eingerichtet und mit Galerien verfehen. Hervorzuheben ift die fchöne Eingangshalle mit derStatue Goethe'% von Marcheß 155 ).
In den Jahren 1891—92 wurde die fchon lange Zeit dringend nothwendige Erweiterung in derWeife durchgeführt, dafs an der Rückfeite zwei als Büchermagazine dienende Flügel angebaut wurden. Esgefchah dies durch Wolff nach dem preisgekrönten Entwurf von Müller. Die Räume des urfprünglichenBaues erhielten zum gröfsten Theile eine anderweitige Verwendung, wie dies aus den Grundriffen inFig. 219 u. 220 hervorgeht. Hervorgehoben fei nur der im Obergefchofs befindliche, central gelegeneLefefaal, in welchem die Galerien verblieben find, die indefs nicht mehr zur Aufteilung von Büchern ver-wendet werden follen.
Volksbibliothek zu Säle 156 ).
l0 ^) Näheres Über den urfprünglichen Bau in: Frankfurt und feine Bauten. Frankfurt 1886. S. 139.156 ) Nach: Building news % Bd. 59, S. 320.