Fig. 114.
68.
Auffteige-
vorrichtungen
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oder Platten aus Monier-, bezvv. Rabäz-Maffe. Durchbrochene Zwifclienböden werdenftets aus Gufseifen hergeftellt. Die Form der Durchbrechungen ift ziemlich gleichgiltig,wenn nur Deckenlicht zur Anwendung kommt. Soll aber Seitenlicht durch diefe Durch-brechungen fallen, fo muffen fie als Längsfchlitze, welche dem Lichteinfall parallel laufen,geftaltet werden (Fig. 115). Diefe Richtung ift diefelbe, wie diejenige der Laufgängezwifchen den Gerüften; es ift dies auch aus dem Grunde vortheilhaft, weil das Gehenwinkelrecht zur Richtung der Schlitzöffnungen unbequem ift; man bleibt dabei häufigmit der Fufsfpitze in den Schlitzen hängen. Statt durchbrochener Gufsplatten laffenfich auch Rohglastafeln verwenden.
Gefchieht die Erhellung der Buchreihenganz oder doch zum gröfsten Theile von oben,fo hat man in manchen Fällen das Lichtnicht blofs durch die Durchbrechungen derZwifclienböden einfallen laffen, fondern hat,wie z. B. in der Bibliothek des Britifh Mu-faim zu London und in der Bibliothequenationale zu Paris, längs der Büchergerüfte ineiner Breite von 27 cm mit gutem ErfolgLichtfchlitze angeordnet; in Paris hat man indenfelben Hanfnetze, in Malle Drahtgeflechteausgefpannt, um das Fehltreten und dasDurchfallen von Büchern zu verhüten. Beifpäteren Ausführungen hat der Lichtfchlitz,auch »Kluft« genannt, eine Breite von 18 bis30cm erhalten; bei folcher Breite ift die Ge-fahr vorhanden, dafs die Perfonen, welchean den Büchergerüften zu thun haben, durchUnvorilchtigkeit in diefelben gerathen, fichbefchädigen etc. können; defshalb werdenSchutzftangen angeordnet, welche diefe Ge-fahr befeitigen.
Eine eigenartige Einrichtung, die ein-zelnen B üchergefcho ffe zugänglich zu machen,ift im Erweiterungsbau der Stadtbibliothekzu Cöln durchgeführt worden. In der Höheder fonft anzubringenden Zwifclienböden findkleine Schiebekarren angebracht, welche fichauf eifernen Schienen längs der Gerüfte be-wegen laffen"). Es wird dadurch allerdings der Vortheil erreicht, dafs der Licht-einfall ein bedeutender ift; immerhin hätte fich ein annähernd gleiches Ergebnifsund vielleicht bequemer durch Anordnung durchbrochener eiferner Galerien er-reichen laffen.
Es wurde bereits angedeutet, dafs man, fobald die Büchergefchofshöhe dasMafs von 2,20 m überfteigt, für Einrichtungen Sorge zu tragen habe, mittels derendie oberften Buchreihen leicht und bequem zugänglich find. Am häufigften werden
Vom Büchermagazin der öffentlichen Bibliothekzu Maiden 98 ).
99) Siehe darüber: Wochbl. f.
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