Durch den Eingang gelangt man in einen in der Mitte des Gebäudes liegenden Saal, der feinLieht von dem im Plateau angebrachten, 6,8o X 6,80 m meffenden Deckenlicht des nach allen Seiten ab-gewalmten Daches erhält. Im Hintergrund, in der Längsaxe des Gebäudes, befindet fich die fleinerneHaupttreppe, welche mit einer kleineren, ebenfalls maffiv conftruirten Treppe, feitlich vom Eingang, denVerkehr in den Gefchoffen unter einander vermitteln. Das ganze Haus ift, mit Ausnahme des im etwasvorfpringenden Mittelbau über dem Eingang gelegenen, 10,30 m langen und 7,50 m breiten, zum Ordnender Schriftftücke beftimmten Saales, zur Aufnahme der Acten eingerichtet.
Maffive Mauern trennen die einzelnen, faft durchweg 3,30 X 6,8o m meffenden, jeweils durch einFenfter erhellten Räume, deren fämmtliche Wände mit Actengerüften beftellt find. Gleiche Gerüfte be-kleiden auch die Wände des grofsen, von oben erleuchteten Mittelraumes, um den in allen Gefchoffen l,oo mbreite Galerien, welche das Licht in den oben angegebenen Abmeffungen zwifchen fich durchlaffen, herumführen.
Je vier Durchgangsfluchten in der Längs- wie in der Querrichtung ftellen den Verkehr in jedemGefchofs in genügender und überfichtlicher Weife her. Der gewölbte Keller hat eine Höhe bis zum
Fig- 37-
Fig. 38.
Erdgefchofs.
I. Obergefchofs.
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Archiv des Rechnungshofes zu Paris 35 ).Arch.: Ctecm/>utte.
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Archiv
zu Bordeaux.
Scheitel von 3,oo m . Die Gefchofshöhen im Lichten betragen von unten beginnend 6,00 — 4,:>o — 4,50 —4,50 m - Im oberflen Gefchofs feichen die Actengerüfte in den nach aufsen liegenden Räumen des Gebäudesbis unter die Dachfläche, beim Dachanfallspunkt unten auf 4,00 m und oben auf 7,oo m Höhe, während immittleren Deckenlichtraum die Höhe der mit einem Gefimfe abgefchloffenen Actengerüfte 4,so m beträgt.
Bei der Conftruction der Gebälke und des Dachftuhles ift das Holz ausgefchloffen und nur Eifenverwendet; das Dach ift in Zink eingedeckt worden. Decken und Fufsböden find in Gyps, letztere ineinem Eftrich hergeftellt; zwifchen beiden befindet fich ein Hohlraum.
Die Gefammtbaukoften betrugen 480000 Mark (= 600000 Francs).
Das Departemental-Archiv zu Bordeaux (Fig. 41 bis 43 36 ) wurde von Labee1861 begonnen und 1866 vollendet. An drei Seiten von Strafsen umgeben, wirdes an der vierten Seite von einem 5,00 m breiten, gegen die Strafse durch Gitterabgefchloffenen Weg begrenzt.
Zwei 31,20 m lange und 15,20 m breite Flügel des Gebäudes enthalten die Archivalien und werden,indem fie einen quadratifchen Hof von 17,so m Seitenlänge begrenzen, durch einen dreigefchoffigen, 13,so m:; ") Nach: Revue ghi. de V architecture 1872, S. 56 u. PL 13 — 17.