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Die beiden Gewölbe (fiehe die neben flehende Tafel u. Fig. 16 22 ), in welchen das Archiv derweiland freien Stadt und freien Reichsftadt Worms untergebracht ift, gehören dem älteften Theile desBürgerhofes an und haben den grofsen Brand 1689 glücklich überdauert 23 ).
Bei der Wiederherftellung wurde dem neuen Mobiliar die gröfste Sorgfalt gewidmet. Der inFig. 17 22 ) dargeftellte Urkundenfchrank (Doppelfchrank) ift einer der beiden frei flehenden Schränke imgröfseren Gewölbe, enthält in je 5 Gefachen von 42 cm Höhe und 30 cm Tiefe die Archivalienbände undUrkundenbehältniffe theils auf Tafeln von Holz, theils auf einem Geflecht von flachen, 2 mm breitenMeffingftäbchen, welche, kreuzweife in einander geflochten, je eine quadratifche Oeffnung von 2 l /2 mmzwifchen fich laffen. Auch bei diefen Schränken wird das Durchfpielen der Luft durch kleine, in denThürflügeln angebrachte, mit Drahtgeflecht überfpannte Oeffnungen ermöglicht.
Fig. 18.
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Inneres eines Urkundenfchrankes im Stadtarchiv zu Worms 22 ).
Fig. 18 22 ) zeigt die Ausbildung eines Gefaches des im kleineren Gewölbe vor dem Pfeilerzwifchen den beiden Durchgängen aufgebauten Schrankes, der wie die übrigen Möbel in diefem Gewölbeauf das reichfte in Eichenholz mit Schnitzereien und mit verzierten eifernen Bändern ausgeführt worden ift.Die in Fig. 9 (S. 14) dargeftellten Urkundenfchachteln flehen hier auf einem 1 mm ftarken Geflechte vonMeffingftäbchen, das in einen 15 mm breiten Rahmen von Meffingblech eingefetzt ift. Der ganze Rahmen,
23) Die Mittel zur Neuordnung und Wiederherftellung wurden in hochherziger Weife vom Freiherrn Heyl zu Herms-heim gewährt und die Ausführung durch den Architekten Gabriel Seidl und den Maler Otto Hupp, beide in München,bethätigt.