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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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München, im Jahre 1869 bewies deutlich, wie stark derselbesei, denn die Jury dieser Ausstellung brach vollständig mitden bisher an gültigen Kunstanschauungen und erklärtedie. von Courbet begründete, damals neue realistischeRichtung in der französischen Malerei für die richtigeund auch für Deutschland gültige, indem sie die Werkedieser Richtung mit Ehrenpreisen auszeichnete. Ob dieswirklich das Richtige war und ob der deutschen Kunstdamit ein wesentlicher Dienst erwiesen wurde, erscheintmir ziemlich zweifelhaft, obgleich sich nicht läugnen lässt,dass dadurch den deutschen Künstlern eine grosse An-regung zu neuem Streben gegeben wurde. Aber diedamals gepriesene neue Richtung hat sich nicht langegehalten und wurde noch schneller über Bord geworfenwie die vorhergehende, und wenn es in der Kunst eineMode giebt, so hat sie seit dem Jahre 1869 bis zum Jahre1887, wo ich diese Zeilen schreibe, schon wieder mehrfachgewechselt.

Diese Wandlung in der Malerei, welche 1869 ofnciellanerkannt wurde, ist aber trotzdem von ungemeiner Wich-tigkeit, weil sie den Abschluss einer Epoche in der mo-dernen deutschen Kunstgeschichte bezeichnet. Aus diesemGrunde habe ich geglaubt, die Berichte über diese Aus-stellung, welche mein verstorbener Vater damals in derKölnischen Zeitung veröffentlichte, hier unverkürzt zumAbdruck bringen zu müssen, weil dieselben den Eindrucksehr gut wiedergeben, welchen die 1869 neuesten Kunst-werke hervorbrachten. Auch die in diesen Berichten ent-haltene Beurtheilung über Werke der französischen, bel-gischen und anderer Schulen hielt ich für wichtig genug,um ihr einen Platz in diesem Buche anzuweisen, weil derdarin enthaltene Vergleich zwischen deutschen und franzö-sischen und belgischen Malern mir nicht unwichtig erscheint.

Der Herausgeber.

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