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Ich habe in den Bildern dieses jung gestorbenenKünstlers bei aller Nüchternheit der unbedingtesten Natur-nachahmung immer eine Spur von Humor zu entdeckengeglaubt; vielleicht irre ich darin. Gewiss aber kann mandas Bild der Droschkenkutscher, die auf ihren Gefahren imSonnenschein und Schatten unter den kümmerlichen Bäu-men eines öffentlichen Platzes schlummern, nicht ohneLächeln ansehen, so unscheinbar und skizzenhaft es gemaltist. So haben auch in einem zweiten Bilde die Schafeetwas Komisches, die mit dummem Eifer sich gegen dieHürde, welche die Stallthür schliesst, drängen. Die Naivetät,womit dieses allernüchternste Bild aufgefasst, ist geradezuerstaunlich; wie hier z. B. mit dem hellen, weisslichenHimmel die weiss gekalkte Wand des Schafstalles contra-stirt oder harmonirt, deren heller Ton dann nochmals ganzvorn im Spiegel einer Pfütze wiederkehrt, dann gegen dieseweissgrauen Töne der braune Ton des von den Schafenzertretenen Terrains im Vordergrunde mit dem fuchsbraunenHündchen darauf, das ist entweder das Product eines äusser-sten coloristischen Raffinements oder vollständiger colo-ristischer Bewusstlosigkeit.
Anders erscheinen die Thierbilder von Fr. Voltz inMünchen. Vielleicht sind seine Kühe und Ochsen, Kälberund Schafe nicht immer ohne Ungenauigkeiten der Zeich-nung im Einzelnen, aber wie echt malerisch sind dieseThiere behandelt und mit der Landschaft in Stimmung ge-bracht! Auch wer sich sonst für das liebe Vieh gar nichtinteressirt, was ja auch nicht von Jedem zu verlangen ist,wird an Bildern wie die „Viehheerde, durch einen Buchen-wald ziehend", oder „Heimkehr der Heerde am Herbst-abend" und wäre es nur der schönen, kräftigen harmoni-schen Farbe wegen. Sehr ähnlich in der Farbe undBehandlung, ja, in der ganzen Auffassung mit den Thier-bildern von A^oltz ist ein sehr gutes Bild von A. Braithin München, „Kühe im Krautacker". Auch der „Wider-spänstigen Schafe" von O. Gebier in München ist rühmend