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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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wenn man suchen will, noch eine ganze Reihe von älterenKünstlern nennen können, neben denen die unseren, demgewöhnlichen Kunsturtheil nach, kaum aufkommen.

Man kann das alles zugeben und gestehen, dass wirweder einen Compositeur wie Poussin besitzen und wenigeLeute, die gerade so gut malen wie Ruysdael, wenn aucheinige da sind, die es ihm vielleicht auf eine andere Weisegleich thun, und man kann doch meine obige Behauptungaufrechthalten. Was die formelle Richtung betrifft, so sinddie älteren Meister nie ganz und gar Landschaftsmaler, ichmöchte fast behaupten, das Landschaftliche sei ihnen nurMittel, nicht Zweck, und wenn man die Richtung auf dasGegenständliche, die naive Landschaftsmalerei in's Augefasst, so wird man wohl nicht behaupten können, dassdie alten Meister trotz aller Vortrefflichkeit die natürlicheErscheinung im Ganzen und Einzelnen besser, ja, nur indemselben Maasse verstanden, aufgefasst und wiedergegebenhaben, wie die Neueren und Neuesten.

Jemehr sich Deutsche in der Kunst bemüht und be-währt haben, hat die Landschaft an Werth und Ausbildunggewonnen. Es ist der den Deutschen vor anderen Völkerneigene Natursinn, der sich in der Kunst geltend macht.Der alten, wie in grossem Maasse aller romanischen Völkerpoetische Anschauung beschränkt sich wesentlich auf denMenschen; der Mensch ist Alles, und was sonst noch daist, ist nur seinetwegen da; erst mit dem entschiedenenEingreifen deutschen Einflusses richtet sich die Aufmerk-samkeit auf das Aussermenschliche; erst mit der Romantiktritt die Liebe und Bewunderung für die unbeseelte Naturin die Poesie ein und jenes Aufgehen in das Ganze, dasSichhingeben an's Unendliche, die Sehnsucht nach Einsam-keit, nach dem Leben mit der Natur, nach Waldestiefe undBergeshöhe wird ein Element der Poesie: es ist die alteNeigung, welche Tacitus unseren Voreltern nachsagt, sichgern einsam an Baum und Quelle anzusiedeln, auf die Poesieangewandt.