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zuletzt erwähnten an, so „Des Räubers Reue", ein älteresBild von Gönne in Dresden, von dessen „Treuem Blondel"ich früher berichtete.
Das Bild ist sehr sorgfältig durchgeführt, in einemTone und mit einer Behandlung, welche an ältere nieder-ländische Meister erinnert; der Ausdruck der handelndenPersonen ist sehr sprechend, indessen scheint die Sceneeher einem romantischen Melodrama, als der wirklichenWelt anzugehören.
In der „Maria Theresia betend am Grabe ihres Ge-mahls" von v. Oer in Dresden bewundere ich die fleissigeDurchführung, besonders der erschrecklich zopfigen Grab-monumente, kann aber sonst dem Bilde durchaus keinInteresse abgewinnen.
Nicht ganz so gleichgültig, aber eher unangenehm,erscheint „Leonore" nach Bürger's Ballade von Oesterley inHannover. Es thut mir durchaus nicht leid, wenn ein Ge-spenst, oder meinetwegen der leibhafte Gottseibeiuns dieseLeonore holt.
„O neige, du Schmerzensreiche, dein Antlitz gnädigmeiner Noth." Das arme Gretchen hat W. Rögge inMünchen, dessen tüchtiger historischer Arbeiten ich bereitserwähnt habe, nochmals und nicht ohne Verdienst gemalt.Leider sagt der Dichter mit ein paar Worten mehr als derMaler dieser Scene mit allem Aufwand von Fleiss undGeschicklichkeit sagen kann.
Ein grösseres, tüchtiges, verdienstliches Werk ist:„Franz I. in der Werkstatt des Benvenuto Gellini" vonEduard Ender in Wien, welcher in einigen anderen Bildernmit sehr bunten Farben und manierirter Behandlung-eben nicht vortheilhaft auftritt. In diesem Bilde ist, ganzim Gegentheil, die Behandlung breit und tüchtig und dieFarbe eher zu unscheinbar und wie mit. einem grünlichschwärzlichen Nebel bedeckt. Es ist Energie und Charakterin der reichen Composition, indessen scheint mir Benvenutoselbst die Scene doch noch viel pikanter zu erzählen. Ich