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gewisser Hauch von Leichtfertigkeit, welcher in dieserFigur unverkennbar ist — wit wissen nicht, sollen wirrichten oder sollen wir beklagen. Aber ist es nicht einwahrer Triumph der Künstlerin, durch ihre Darstellung allediese Bedenken angeregt zu haben, die uns beschäftigen,als hätten wir mit lebenden Personen und einer wirklichenBegebenheit zu schaffen.
Die Künstlerin hat auch auf dem Gebiet der Portrait-malerei eine ungewöhnliche Befähigung gezeigt.
Obgleich sich an die bisher geschilderten Künstlerverschiedene aus den anderen Schulen dem Charakter ihrerWerke nach anschliessen, will ich zunächst hoch einerReihe von Werken der Düsseldorfer Schule erwähnen,welche sich von den bisher genannten im Charakterunterscheiden, und die der Düsseldorfer Schule, besonderseigen sind.
Es sind die romantischen und romantisch-historischenDarstellungen, eine Mittelgattung, welche zwischen dereigentlichen Geschichtsmalerei und dem eigentlichen Genremitten inne steht. Die romantischen Anfänge, woraus dieseRichtung hervorgegangen, habe ich früher beschrieben.
Bald sind es historische Episoden, Novellistisches, Anek-dotisches, bald einfache Situationen aus vergangener Zeit,worin uns diese Richtung versetzt, oft wohl nur um desInteresses, welches alterthümliche Costüme und Localitätenverleihen; malerisches Gerumpel, alter Hausrath und allesdas, was die Franzosen bric ä brac nennen, bietet will-kommenen Stoff zu interessanten malerischen Wirkungenund um die Geschicklichkeit künstlerisch gewandter Be-handlung zur Geltung zu bringen.
Wilhelm Camphausen, dessen Kunst überhaupt sehrvielseitig ist, ergeht sich auch auf diesem Gebiet. „EineScene aus dem Religionskriege in den Cevennen unterLudwig XIV." ist voll Leben und Ausdruck; es ist einGefecht in einem Gebirgsdorfe zwischen den Dragonerndes Königs und den aufständigen Bauern; die Hauptgruppe