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Anfangs der dreissiger Jahre gemalt, ist dieses Bild für dieZeit, in welcher es entstanden, ein erstaunliches Werk; dassman seitdem bei der grossen, allseitigen Thätigkeit besser„malen" gelernt hat, ist wohl sehr natürlich.
Otto Knille hat in seinem Bilde „Cid Campeador siegtnoch als Leiche über seine Feinde" eine höchst romantische,ja phantastische Composition in ganz naturalistischer "Weiseausgeführt, und die Ausführung dieses Bildes, die Farbeund malerische Behandlung ist sehr zu loben; weniger dieDarstellung selbst, welche unwahrscheinlich und nicht über-zeugend erscheint. Wo Sieg sein soll, muss doch auchKampf gewesen sein, es hätte aber wahrlich nicht deswunderbaren Erscheinens des Heldenleichnams bedurft, umdas Gesindel in die Flucht zu schlagen, welches sich hierfeindlich geberdet.
Dieselbe Sage, wie sie in den Liedern vom Cid er-halten ist, wird von Kaiser Barbarossa erzählt; auch erwurde als Leichnam in die Schlacht getragen, und dieFeinde flohen.
Diese Begebenheit sehen wir in einem grossen Bildevon Kolbe in Berlin dargestellt, einem bereits älterenWerke, in welchem ein gewisses Streben nach Natur undgeschichtlicher Wahrheit nicht zu verkennen ist, obschones seine hervorragenden Eigenschaften besitzt.
Ein wunderliches Geschichtsbild ist „Luther's Bibelüber-setzung", ein Carton von G. König in München. Wie kannman so etwas anschaulich machen?
Auf dem Bilde erscheinen alle bekannteren und un-bekannteren Reformatoren um Luther und Melanchthonam Tische versammelt, Folianten in den Händen, in wel-chen sie lesen und nachschlagen; es scheint eine Versamm-lung von Philologen, die eine Lesart eines verdorbenenTextes feststellen wollen. Da ich doch einmal wunderlicherBilder erwähne, so will ich hier noch einen Carton vonA. Deckelmann anführen, welcher vorstellen soll, wie Lud-wig der Eiserne von Thüringen die widerspänstigen Raub-