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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Schick ging, nachdem er seine Studien in Stuttgartunter Hetsch und unter Mitleitung von Dannecker gemachthatte, nach Paris und ward Schüler von David. Aus dieserPeriode ist seine „Eva, welche sich im Bache spiegelt", einBild, an welchem man eben nicht viel loben kann; es zeigtdie Richtung der David'schen Schule auf edle Körper-formen im Sinne der antiken Kunst, auf vollendete Zeich-nung und Modellirung; es ist aber ersichtlich ein Schüler-werk und in seinen einzelnen Theilen von ungleichemWerth und ungleicher Vollendung.

Der Künstler hat sich jedoch bald von dieser Schulelosgesagt und einen anderen Weg gesucht und gefunden.Zwar ist sein „David vor Saul" in den Formen noch ganzund gar davidisch, sowohl was die Anordnung des Ganzen,wie die Zeichnung des Einzelnen betrifft, es sind aber bereitsAnklänge an seine spätere Weise darin zu spüren, dasSeelische macht sich schon mehr geltend neben der blossäusserlichen Form, und auch die Malerei zeigt schon mehrStreben nach Naturwahrheit und Farbe.

„Das Opfer Noah's", zwei Jahre später gemalt als dasvorgenannte Bild (1805), zeigt bereits den Meister in völligerEntfaltung seines Talents und seiner Eigenthümlichkeit. Esist ein schönes Werk, worin sich ein inniges, warmes Ge-fühl in schönen und edeln Formen ausspricht. Im Ganzenwie im Einzeln erinnert es an rafaelische Werke, nur sinddie Formen weniger kräftig und nicht so bestimmt durch-gebildet, wie bei Rafael; wie im Ausdruck der Figureneine gewisse weiche Zartheit vorherrscht, so herrscht in denFormen eine gewisse Glätte und Eleganz, die wohl etwasmehr Kraft und Energie wünschen lässt.

Von eigentlich malerischer Farbe kann bei diesemBilde überhaupt nicht die Rede sein, obschon ein entschie-denes Bestreben darnach nicht zu verkennen ist; derKünstler hat sich auch in der Farbengebung Rafael zumMuster genommen, und wie bei diesem und den gleich-zeitigen Römern ist die Farbe in der Weise der Fresco-