95
13.
Schon Dr- Fiedler, Geschichten u. Alterthümer des untern Gernia-niens, S. 55, hat diesen Landstrich im Allgemeinen richtig als den„zwischen Rhein und Yssel" bezeichnet.
14. 'Tac. Ann. XIII, 53 seq.
15.Dio, LXXI, 15, 16; LXH, 2, 3.
16.Tac, Ann. XIII, 54, 55.
3. Abschnitt.1.
Der Berg wird in einer Urkunde v. J. 970 (Lacomblet, Urkunden-buch für die Geschichte des Niederrheins, I, 112) aufgeführt als „Monsqui dicitur Allina' und „Mons Allinensis" ; in .einer Urkunde v. J. 997{Lacomblel, I, 127) heisst der Ort „Altenae" , in einer Urkunde v. J.1171 „Allen", und in Urkunden des 12., 13. und späterer Jahrhundertewird die dortige Kirche „Ecclesia Altinensis", und die Äbtissin „Abba-tissa Altinensis" genannt. Ich war daher geneigt, diese Benennung vondem Lat- „altus" (hoch) herzuleiten, und die Bezeichnung „Allinum"(sc castellum) als ein Ueberbleibsel aus der Römerzeit anzusehen, dasich vielfach die römische Benennung wichtiger Orte durch das Mittel-alter hindurch erhalten hat- Indessen ist auch eine andere Ansichtzulässig, dass nämlich die Benennung des Berges aus dem Celtischen„Elten", d. h.', grosser Hügel (irisch il = gross, und dun = Hügel)herstammen kann. (Vgl. F. J. Mone, Celtische Forschungen zur Ge-schichte Mitteleuropa's, S- 73.) Ich halte nun die letztere Ableitungfür um so wahrscheinlicher, als die älteste Urkunde v- J. 944 [La-comblet I, 96) „Ellnon" hat (ebenso die Urk. y- J. 963 „Eltena" undv. J. 973 gleichfalls „Eltnon" {Lacomblet I, 110, 115), und sich der-selbe Name ausserdem noch an mehre andere Orte geknüpft findet-Es bliebe dann noch die Frage, ob die Latinisirung des celtischen Na-mens bereits von den Römern, oder erst im Mittelalter stattgefundenhabe. Der Name „Altinum" kömmt übrigens im Alterfhum mehrmalvor, bei Taut- histor. III, 6, und in den Itinerarien-