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von dem darangelegenen Castrum ihren Namen empfing,den sie bis den heutigen Tag bewahrt hat. —
Wir können von unserer Gegend nicht völlig scheiden,ohne noch der Frage, in wiefern das Christenthum mitseinen heilbringenden Folgen bis in diese Gegenden zurZeit der römischen Oberherrschaft vorgedrungen sei, diegebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Leider lässt unsnicht bloss die Geschichte hierüber ohne alle Nachrichten,— und nicht einmal die Sage liefert irgend eine Andeu-tung —, sondern auch die Hnterbliebenen Denkmäler ge-währen keine sicheren Aufschlüsse, indem unter den vielenGräberresten, Denksteinen und Kunstgeräthen aller Art sichkaum ein christliches Symbol vorfindet, das eine sichereAndeutung enthielte, so dasswir nur auf allgemeine Schlüssehingewiesen sind, wie sie sich aus den Zeitverhältnissenmit besonderer Eücksicht auf unsere Gegend ableiten lassen. 23 )In dieser Hinsicht wissen wir, dass schon im 2. und 3.Jahrhunderte die christliche Heilslehre durch Krieger undHandelsleute von einem Ende des weiten Römerreiches biszum anderen getragen, und auch schon bis in die Gegendendes Rheines gelangt war. So mag Dies auch in dem links-rheinischen Theile unserer Landschaft bei dem vielfachenWechsel der Legionen und dem damit verbundenen Han-delsverkehre der Fall gewesen sein, ohne dass an förmlicheGemeinden, wie sie schon frühe im Innern Galliens bestan-den, zu denken wäre. Erst nach Constantin dürfte hierund da, und zwar in den grösseren Ortschaften, eine christ-liche Gemeinschaft bestanden haben, wobei es immer auf-fallend bleibt, dass bis jetzt auch noch keine Spur vonchristlichen Gräbern aus der Römerzeit entdeckt wurde,während Ueberbleibsel der Art an anderen Orten, wie z.