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werden, in vielen Einzelnheiten genauer, als es bisheran ge-schehen konnte, zu verfolgen, vorzüglich aber den Schau-platz der Begebenheiten entweder mit genügender Sicherheitfestzustellen, oder doch wenigstens in engere Gränzen, alses bis dahin der Fall war, zurückzuführen. ') —
Nachdem durch die Unterwerfung Galliens durchJ. Cäsar die römische Herrschaft im Norden bis an den Rheinausgedehnt war, wurden die neuen Besitzungen am Nieder-rhein durch die jenseits angränzenden germanischen Völ-kerschaften — Usipeten, Tenctern und Sigambern — viel-fach beunruhigt; dies rief im J. 16 v. Chr. den KaiserAugustus, wie schon früher berührt worden, an den untemRhein, wo auf seine Veranlassung höchst wahrscheinlichdie Castra auf dem Fürstenberge bei Xanten, welche imGegensatze zu den etwas spätem Anlagen des Drusus, dieBenennung Castra vetera erhielten, gegründet wurden.Einige Zeit vorherhatte unter der Leitung des M. VipsaniusAgrippa die grosse Heerstrasse, welche aus der Schweiz demRheinstrome entlang lief, ihre Entstehung erhalten, 2 ) undwir können nicht zweifeln, dass, nach Errichtung der C.vetera, die Strasse schon damals mindestens bis zu diesemPuncte hinabreichte. Eine weitere Fortsetzung derselbenrheinabwärts verblieb der Thätigkeit des Drusus, welcherim J. 13 v. Chr., nachdem der Kaiser nach Italien zurück-gekehrt war, den Oberbefehl am Rheine erhalten hatte.Bevor jedoch Drusus den eigentlichen Strassenbau beginnenkonnte, war es nothwendig, umfassende Arbeiten zur Regu-lirung der sich in dieser niedrigen Gegend vielfach ver-zweigenden und das flache Land überschwemmenden Was-serarme zu bewirken. Zwar von Xanten an konnte dieStrasse meistens auf erhöhtem Boden geführt werden, der