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auf dem Steine vorhandenen Inschrift geschah dieses unterder Regierung des Kaisers Claudius: allein es ist unzweifel-haft, dass die Schrift eine Veränderung erlitten, indem aufder Stelle von „Tiberii" ein Wort ausgemerzt, und jeneserst später dort eingeschoben worden ist. 3 ) Höchst wahr-scheinlich ist es, dass der Name des Nero ursprünglich aufdem Steine vorhanden gewesen, und nach dessen Tode seinverhasstes Andenken, wie es so vielfach anderwärts geschah,durch Ausmerzung des Namens getilgt wurde. 4 ) — Einige"hundert Schritte südwestlieh von dem Dorfe befindet sicheine etwas erhabene Feldfläche, auf welcher gleichfalls infrühern Zeiten, wie auch noch jetzt, vielfache Alterthumsrestein der Erde gefunden wurden. Dahin gehört eine beträcht-liche Quantität Mauerwerk, in welchem noch verschiedeneGemächer zu unterscheiden waren, Wandbekleidung mitMalereien, Eeste einer thönernen Wasserleitung, Ziegel,Gräber und Münzen. Von den aufgefundenen Gegenständenist wenig erhalten geblieben: nur zwei grosse Ziegel wer-den noch in der Vorhalle der Kirche aufbewahrt; sie tragenin kreisrunder Form die Stempel: VEX EX G und VEXX GE, d. i.: Vexillatio exercitus Germaniäe. 5 ) Aus denaufgefundenen Alterthumsresten wie aus der Beschaffenheitdes Ortes geht indessen mit Sicherheit hervor, dass auf derErhöhung, wo jetzt die Kirche liegt, ein römisches Castellgestanden, an welches sich im Westen eine Ansiedlung inderselben Art anschloss, wie an das Castell des Valkhof dießömerstadt Nymwegen. Die ganze Anlage führte im Alter-thume den Namen Arenacum, Arenatium, Harenatiumoder Herenatium. 6 )
Indem wir von Ryndern aus die Strasse dem altenFlusslaufe und der Waal entlang über die Dörfer Düffel-