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selben, nach Nymwegen zieht, der andere aber seine Rich-tung nach der bataviscJien Insel nimmt. Dieser letztereArm zweigt sich südlich bei Cleve ab, und läuft an derStadt vorbei gen Norden durch eine theilweise künstlich zudiesem Zwecke gegrabene Schlucht, „die Gruft" genannt,in die Rheinebene, wo er am Fusse des Höhenzuges dieChaussee nach Cranenburg durchschneidet, und dann dichtam linken Ufer des ehemaligen Rheinbettes nach liynderenführt. Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass zu dieserStrasse der von den Römern, wie wir früher gesehen haben,dem Rheine und der Waal entlang angelegte Damm benutztwurde, und wir werden daher auch fernerhin die Richtungder Strasse in den, den alten Wasserläufen entlang, ange-legten Deichen zu suchen haben.
In dem Dorfe Rynderen gebt die Strasse dicht an einemrundlichen, theilweise von einer grabenähnlichen Vertiefungumzogenen, massigen Erhöhung vorbei, auf welcher jetztdie Kirche des Ortes liegt. Auf dieser kleinen Anhöhesind nicht bloss in früheren Zeiten bemerkenswertherömischeAlterthümer gefunden worden, sondern es zeigen sich auchjetzt noch vielfache Spuren römischer Bauanlagen ha derErde. So stiess man noch vor einigen Jahren auf dem da-selbst befindlichen Kirchhofe auf römische Fundamentmauernund verschiedenes Baumaterial: Oolithstücke mit äusserstfest anklebendem Mörtel, der wie gewöhnlich mit zerstosse-nen Ziegelstückchen versetzt war, ein Säulenschaft, eingrosser Granitblock, Ziegel u. dgl. wurden herausgefördert;auch fand man Urnen mit Knochenresten, einen kleinenHenkelkrug, verschiedene Fragmente von Gefässen aus Thonund terra sigillata, nebst mehren römischen Münzen. Aucheine schöne quadratische Ziegelplatte von 24 Zoll Seite und