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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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rundbogiger Oefinungen versehen, die ohne Zweifel zurVertheidigung bestimmt waren. Unter dem Erdgeschossbefand sich im Boden noch ein 6 F. tiefer und 12 F. weitergewölbter Raum. 23 ) Der Thurm selbst lag auf einer er-höhten, ringsum mit Wasserarmen inselartig eingeschlossenenFläche, die von den Ueberschwemmungen, welche hier häufigstattfinden, nicht betroffen werden konnte. Das Mauerwerkdes Baues war so fest, dass bei Niederreissung desselben dieFundamente aller Anstrengung Trotz boten, und man die-selben im Boden belassen musste; in der Umgebung befindensich noch mehre ähnliche schwere Fundamentmauern in derErde, und römische Gräber kamen zu verschiedenen Zeitendaselbst zum Vorschein. 24 ) Auch wurde ganz in der Nähe,bei dem Dorfo Haffen eine grosse Anzahl römischer Silber-münzen, rollenförmig in der Erde neben einanderliegend,gefunden; ein Theil davon kam nach Wesel, und diesereichen von Nero bis auf Commodus (54180 n. Chr.) )Ebenso wurden römische Urnen und Salbfläschchen daselbstaufgefunden. 26 )

Die vorbeschriebenen vier Befestigungen mit ihren römi-schen Alterthümern sind die einzigen Denkmäler, welcheden Aufenthalt der Römer in unserm rechtsrheinischen Bezirke bekunden: keine ausgedehnten Strassenanlagen durch-ziehen diese Gegend; keine Ueberreste römischer Bautensind ausserdem entdeckt worden, nicht einmal eine Spurrömischer Gräber hat sich, ausser den genannten, irgendwonachweisen lassen; nur hier und da kommen einzelne zer-streute Kupfer- und Silbermünzen (wie z. B. bei Emmerichund Hüthum) vor. 27 ) Wir ersehn daraus, dass der Aufent-halt der Römer in diesen Gegenden keine bleibenden An-siedlungen für den bürgerlichen Verkehr, sondern nur die