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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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wenn von dem schon mehre Jahrhunderte früher zerstörtenRömercastelle nur sparsame Reste das ehemalige Dasein be-kunden. 5 ) Was zunächst die Umfestigung der Berghöheangeht, so ist dieselbe noch an der die obere Flächerings umgebenden künstlichen Böschung deutlich zu erken-nen. Auch mag in dem Walle, von dem wir die bestimmteNachricht haben, dass er noch im J. 1000 die alte Abtei-kirchenach Art eines Castelles" umgeben habe 6 ), einUeberrest der römischen Anlage um so mehr zu erkennensein, als ohne Zweifel an dieser Stelle der Thurm desCastelles und der Kern der römischen Feste zu suchen ist.Die von verschiedenen Seiten auf die Anhöhe führendenThalschluchten lassen gleichfalls hier und da einige Terrain-Veränderungen zu fortificatorischen Zwecken erkennen. 7 )Zu den beweglichen Gegenständen, welche die Anwesenheitder Römer an dem Orte bekunden, gehören die auf denAbhängen, besonders wenn nach Regengüssen das Erdreichentblösst ist, von Zeit zu Zeit gefundenen Ziegclfragmente;ein solches Ziegelstück, welches beim Ausbrechen einer altenGrundmauer auf dem Berge entdeckt wurde, trägt denStempel GVIVIC, d. i. Legio sexta victrix, und befindetsich jetzt in Utrecht. 8 ) Ein mit einer Inschrift versehenerStein, welcher vor längerer Zeit in der Erde gefundenworden, ist verloren gegangen; aber ein mit Kapital ver-sehenes Säulenfragment aus Kalkstein, welches bei derselbenGelegenheit zum Vorschein kam, und gleichfalls für römischgehalten wird, befindet sich jetzt im K. Museum zu Leyden. 9 )Das bei Weitem bedeutendste Denkmal aber, welches unsaus der Römerzeit erhalten geblieben, ist der am nordwest-lichen Ende gelegene, riesenhafte Brunnen, welcher nochden Namen Drususbrunnen fuhrt. Derselbe hat eine Tiefe