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Ausgehen hindern und die Wiedergenesung, das Geniessen fri-scher und reiner Luft nicht zulassen, fortwährend an den Auf-enthalt in der Stube ketten und ganz melancholisch machen!Die Hoffnung, nunmehr der Genesung näher zu schreiten, istbis jetzt eine eitele. Wenn auch die gichtischen Zufälle amUnterschenkel etwas milder sind, so ist noch nicht entschieden,ob eine im Oberschenkel bestehende schmerzhafte Geschwulst sichzertheilen wird. Was mich sehr bekümmert, ist die grosse all-gemeine Körperschwäche, die mich bisher am Ausgehen und anjeder Kraft entwickelnden Thätigkeit hinderte. Bei einigen gutenTagen versuchte ich an der Seite eines Führers frische Luft zuschöpfen, allein ein halbes Stündchen Aufenthalt erschöpfte michso, dass ich mich nach der Rückkehr in's Haus sehnte unddasselbe ermattet heimsuchte. Dabei bekümmert mich die immer-noch anhaltende Kurzathmigkeit, die mich bedenklich macht. —Kurz, ich bin ein armer hoffnungsloser Mensch, der sich freut,wenn er von seinen guten Söhnen erfreuliche Nachricht bekommtdie meine einzige Lebensfreude ist.
„Hoffentlich geht es Dir, guter Eugen, gut und wirst Dumir öfter und immer erfreuliche Nachrichten mittheilen können,da Du jetzt nicht so stark mehr beschäftigt bist. Morgen ist• der Buss- und Bettag und ist die Bank geschlossen. Der gutePaul wird mich besuchen und heute Abend herkommen, woraufich mich schon recht freue. Könnten wir doch auch zuweilenein Paar Stündchen beisammen sein und uns des Lebens er-freuen! Lebe wohl, guter Sohn, und gedenke Deines Dichherzlich liebenden Vaters". —
Dies war sein letzter Brief an Eugen. Seine sonst wöchentlichzweimal gewechselten Briefe mit demselben bekunden das leb-hafteste Interesse an allen Vorgängen in Düsseldorf und Berlin,an den politischen Zuständen und parlamentarischen Verhandlungen.Ueber letztere mussten ihm oft die stenographischen Berichte ge-schickt werden; bis zum 17. Mai las er täglich mehrere Zeitungen.Nichts entging ihm in der Presse, was auf die parlamentarische