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nisation des Preussischen Militair-Medicinalwesens im ganzen Um-fange kennen zu lernen. Der Mangel an Aerzten war, obgleichdurch Cabinetsordre vom 14. Novbr. 1850 der Etat der Hülfsärzteauf die Hälfte heruntergesetzt war, so gross, dass weder der Linie,noch viel weniger der Landwehr, den Garnisontruppen und denColonnen diese Zahl gegeben werden konnte, und Lazareth-Gehülfensubstituirt werden mussten, ohne den Etat an Ober- und Stabsärztenvollzählig machen zu können. Ein wahres Kreuz stellte die grosseZahl von Krankenwärtern dar, die ein unmoralisches Gesindelwaren. Das Transportmaterial war durchaus in schlechtem Zu-stande; die als Trainsoldaten ausgehobenen Mannschaften undisci-plinirt und unerfahren u. s. w. Ein Aufruf an die Civilärzte hattekeinen Erfolg; die in den Listen aufgeführten wurden zur Hälftevon den Behörden reclamirt, und nur 31 blieben übrig.
Obgleich bereits unter dem 8. April 1850 und acht Tagespäter resp. dem Chef des Militair-Medicinalwesens und dem Ge-neral-Kommando über alle Missstände Vorstellungen gemachtworden waren, wurde zur Abhilfe nichts angeordnet. Ich nahmdaher jetzt um so mehr Gelegenheit, dem Chef des Militair-Medi-cinalwesens unter dem 28. Febr. 1851 die Mängel in einem um-fassenden Berichte mitzutheilen, als sich hiermit eine Aufforderungvon ihm mit speciell gestellten Fragen vom 22. desselb. Mts., diewohl an alle Corpsärzte gerichtet war, kreuzte. Ich fand hier-durch Gelegenheit, noch ein Supplement zu meinem Berichte zuliefern, und schlug hierbei die Errichtung von Sanitäts-Compagnien zum Transport der Verwundeten vor, wiesolche bereits bei der österreichischen Armee beständen, wobei dieschlechte Beschaffenheit aller Transportmittel, Geschirre u. s. w.charakterisirt wurde, an denen der Zahn der Zeit genagt hatte. —Auch das General-Kommando forderte von mir einen Bericht, inwelchem ich, da er dem Kriegsministerium eingereicht werdensollte, nachwies, wie der Krankendienst im Felde nicht gesichertsei, und wegen Mangels an Aerzten in quali und quanto, und so-mit von Hülfe, die Truppen nicht kampffähig seien. Auch fandich Gelegenheit, in Folge meiner directen Aufforderung des Kriegs-