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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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über das Sanitäts - und Lazarethwesen beider Corps übertrug.Nachdem ich in Freiburg und im Bezirk des ]-. Corps Alles an-geordnet und dem leichten Feldlazareth seine Wirksamkeit ange-wiesen hatte, zog ich mich am 15. Juli nach Carlsruhe zurück,in dessen Kreise, theils, weil hier die meisten Schwerverwundetenlagen, theils weil Rastatt noch belagert wurde, meine Anwesenheitnotwendiger war. Von hier aus bereiste ich fortwährend dieSpitäler, die fast alle an der Eisenbahn lagen, von Frankfurt bisin den Seekreis, um die nöthigen Berichte abstatten zu können.Die Uebergabe von Rastatt vermehrte die Zahl der zu Behandeln-den um 1000, theils Verwundeten, theils Kranken anderer Art.Es würde hier zu weit iühren, meine Thätigkeit speciell anzuführen.Ich habe meine Aufgabe nicht allein zur höchsten Zufriedenheitdes Prinzen von Preussen, dessen Hauptquartier ich affilirt warund mit welchem ich, nachdem dasselbe nach Carlsruhe verlegtwar, fast täglich zusammen kam, sondern auch nach allen Rich-tungen hin gelöst, wobei mir die mir verliehene Vollmacht, derunbeengte Verkehr mit allen Behörden, dem Vorstande des baden-schen Kriegsministeriums Herrn Obrist v. Roggenbach und dessenReferenten, Geh. Kriegsrath Vogelmann, der mir zur Seite gegeben,mit grosser Bereitwilligkeit allen meinen Wünschen zur Organisa-tion der Lazarethe entgegen kam, sehr behülflich waren.

Der Prinz von Preussen belohnte meine Thätigkeit durch Ver-leihung des rothen Adlerordens dritter Klasse mit der Schleife amweiss und schwarzen Bande durch Cabinetsordre vom 20. Septem-ber 1849 und durch das Commandeurkreuz des Zähringer Löwen-Ordens unter dem 18. August 1849.

Nachdem das v Ober-Commando und ein grosser Theil derOccupations-Truppen Baden verlassen hatte, die Zahl der Verwun-deten sehr vermindert war und der General v. Schreckenstein dasCommando der zurückbleibenden Truppen übernommen hatte, über-gab ich die oberste Leitung des Sanitätswesens dem RegimentsarzteLeinweber und reiste am 21. October nach Coblenz in meinen Wir-kungskreis, selbst befriedigt und in einer höchst angenehmen Rück-erinnerung lebend, zurück.

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