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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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mehr -von ihren betagten Eltern und von ihrem Geburtshausetrennen musste, die glücklichste Zeit meines Lebens, wennauch durch manche Schicksale getrübt, zugebracht hatte. Icherfreute mich der Achtung und des Vertrauens meiner militairischenVorgesetzten und des Publicums, in welchem ich, besonders seitmeiner Verheirathung vor 13 Jahren, eine, wenn auch nicht aus-gedehnte, doch einträgliche und noble Praxis bekommen hatte,welche mich sehr oft nach auswärts zu Consultationen rief. Eswar nie meine Absicht, als practischer Arzt der Mann des Volkeszu werden; denn ich liebte stets eine bestimmte Unabhängigkeit,die mir gestattete, über meine Zeit einigermassen disponiren zukönnen. Auch war ich weit entfernt von Ehr- und Geldgeiz, wo-zu mich die Verhältnisse auch nicht drängten. Es bestand daherauch zwischen mir und den Civilärzten ein eben so freundschaft-liches und collegialisches Verhältniss als zu den militairischenCollegen, den Kegimentsärzten Dr. Zolling, Ewermann und Sabat,die längst im ewigen Frieden ruhen. Meine Mitbemühungen umdas Zustandekommen desVereins der Aerzte des Kegierungs-bezirkes" und der später wieder eingegangenen Wittwenkasseknüpfte die Bande mit den Aerzten des Regierungsbezirkes immerfester, wofür das Abschiedsessen im Geisler'schen Locale einen fürmich erfreulichen Ausdruck gewährte. Noch schmerzlicher alsdie Trennung aus diesem collegialischen Kreise, war für michdie von meinen bejahrten Schwiegereltern, mit welchen ich seitmeiner Verheirathung in Liebe und gegenseitiger Achtung untereinem Dache gewohnt hatte, und durch deren Umgang mir mancherGenuss und manche Lebensfreude zu Theil wurde.

Dass ich bei meiner ersten Inspectionsreise im Corpsbereichüberall die freundlichste Aufnahme fand, lässt sich denken. Diejungen Assistenzärzte knüpften in der Ueberschätzung meiner Stel-lung alle ihre Hoffnungen an mich. Bald nach meiner Ankunftin Coblenz verbreitete sich die Nachricht, dass der Kriegsministerv. Schreckenstein unter dem 16. August eine Commission zurBe-rathung einer Reform unter dem Vorsitze des damaligen Directorsdes allgemeinen Kriegs-Departements Obristlieutenants v. Griess-