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Aus meinem Leben : Nachgelassene Aufzeichnungen des am 26. Mai 1876 zu Düsseldorf verstorbenen
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der Militairärzte) nichts zu thun sei. Er zeigte sich willig,übertrug jedoch dieses Vorhaben, da er selbst Arzt war, seinemFreunde und Lehrer Kaempf. Bald las man in öffentlichen Blät-tern, dass derselbe am 18. Juli (1848) in der 29. Sitzung alsInterpellant unter Darlegung der traurigen Verhältnisse der Com-pagnie-Chirurgen aufgetreten sei und der Kriegsminister v. Sehr,erwidert habe, es lägen bereits umfangreiche Vorarbeiten im Mi-nisterium vor, nach welchen eine gründliche Eeform des Militair-Medicinalwesens in Aussicht gestellt werden könne. Mit den drin-gendsten Veränderungen werde unverzüglich vorgegangen undschon in den nächsten Tagen eine Verordnung zur Reife gebrachtwerden, welche den Militair-Chirurgen eine wesentliche Gehalts-verbesserung gewähren und ein angemessenes Rangverhältniss an-weisen werde, welche Mittheilung durch ein Bravo begleitet wurde.Schon unter dem 15. Juli erschien die Cabinetsordre, nachwelcher, wie ich vorgeschlagen hatte, der Weg beschritten wurde,den man zu gehen hatte. Den promovirten und approbirtenAerzten und den Wundärzten I. Classe wurde nach 1- und 3jäh-riger Dienstzeit der TitelAssistenzarzt", den übrigen der einesUnterarztes", jenen und den Stabsärzten II. Cl. (Pensionaire) derBang eines Seconde-Lieutenants, den Bataillons- und Garnison-ärzten der eines Premier-Lieutenants und entsprechende Epauletteverliehen. Der Assistenz- und der Unterarzt erhielt 5 Thlr. Zu-lage. Das ganze ärztliche Personal erhielt Waffenrock und Helm,die im Offizier-Range stehenden das silberne Portepee, die Unter-ärzte das goldene. Es war somit der Anfang mit der Verbesse-rung gemacht, und wenn auch nicht viel geboten, so waren dochdie wissenschaftlich gebildeten Aerzte vor den übrigen ausge-zeichnet und von ihnen getrennt, so wie dem Offizierstande gleich-geachtet. In der betreffenden Cabinetsordre erkannte der Königmit Wohlgefallen die Absicht des Kriegsministerinms, das Mili-tair-Medicinalwesen zu reformiren, an, eben so die erfolgreicheWirksamkeit der Aerzte für die Armee, und bezeichnete die ihmzur Ausführung jetzt vorgelegten Vorschläge als vorläufige. -So erfreulich dieser Schritt war, so konnte er doch nicht allge-