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Verhältnissen des Staates von der Ausführung irgend einer Keformnichts erwartet werden. — Ich begnügte mich zunächst, in derstatt der braunschweigschen militairärztlichen Zeitung nunmehrvon Dr. Wessely und Bloedau erscheinenden Zeitung für Medicinund Medicinal-Eeform Mittheilungen über das Militair-Medicinal-wesen anderer Staaten erscheinen zu lassen, hielt jedoch nicht fürüberflüssig, meine bisherigen Vorschläge gedrängt zusammengefasstin einer Schrift dem temporairen Kriegsminister vorzuführen undin derselben das Interesse des Staates, der Armee und des ärzt-lichen Standes in Einklang zu bringen. Dieses Schriftchen, das nur22 Seiten stark war, führte den Titel:„Welche Massregeln hat Preussen in militairärzt-licher Beziehung in diesem Augenblick zu ergreifen?Düsseldorf 1848."Dieselbe fand bei allen Behörden und selbst bei der militairärzt-lichen grossen Beifall; denn selbst der Generalstabsarzt Dr. Loh-meyer, der jetzt Chef des Militair-Medicinalwesens war, erklärtesich mit dem Inhalt dieser Arbeit einverstanden und schrieb mit-unter dem 20. Juni 1848, dass es ihm nicht unlieb sei, wenndiese Angelegenheit recht oft bei dem Kriegsminister in Anregunggebracht würde; denn er sei bereits seit 1845 bemüht gewesen,Vorschläge und Anträge an denselben zu machen, jedoch vergeblich.Da der Inhalt und Zweck dieser Schrift in den meisten Zei-tungen und Blättern zum Gegenstande der Mittheilung und Be-sprechung gemacht wurde und ich so als der Vorfechter für diegute Sache in dieser stürmischen Zeit dastand, wurde ich überallvorgeschoben und genannt, und bezeichnete man mich öffentlichals den künftigen Chef, an den die Erfüllung aller Hoffnungengeknüpft wurde. —
Der grosse Nothstand der Compagnie-Chirurgen wurde für michdie Veranlassung, an den prakt. Arzt Dr. Kosch zu Königsberg,welcher vor seiner Prüfung mein Privatissimum in Berlin noch be-sucht hatte und jetzt Mitglied der National-Versammlung war,zu schreiben, ob für diesen Stand durch eine Interpellation desKriegsministers (damals Herr v. Schreckenstein, — ein Freund